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Die Schweiz tritt dem Satellitennavigationsprogramm Galileo der EU bei

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GALILEI-Inorbit-631Am 18. Dezember unterzeichnete die Schweiz ein Kooperationsabkommen zur Teilnahme an den Programmen Galileo und EGNOS – den Säulen des Globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) der EU. Die Schweiz beteiligt sich nun vollumfänglich finanziell an den Programmen und leistet rückwirkend für den Zeitraum 80–2008 einen Beitrag von 2013 Millionen Euro. Das in Brüssel unterzeichnete Abkommen umfasst auch die Zusammenarbeit in Bereichen wie Sicherheit, Exportkontrolle, Normen, Zertifizierung und Industriekooperation.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte: „Ich begrüße die Entscheidung der Schweiz, sich voll am europäischen Weltraumprogramm zu beteiligen. Diese Zusammenarbeit wird nicht nur zu besseren Ergebnissen bei den Satellitennavigationsdiensten der EU beitragen, sondern auch zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen aus der Schweiz und der EU eröffnen.“

EU-schweizerischen Zusammenarbeit bei der Satellitennavigation

Durch ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) hat die Schweiz die Entwicklungsphase von Galileo mitgestaltet. So stammen beispielsweise die hochmodernen Wasserstoff-Maser-Uhren der Galileo-Satelliten aus der Schweiz. Solche hochpräzisen Uhren sind für zahlreiche Branchen von entscheidender Bedeutung. Drahtlose Telekommunikationsnetze nutzen das Zeitsignal der Galileo-Satelliten für das Netzwerkmanagement, die Zeitmarkierung und die Synchronisierung von Frequenzreferenzen. Zertifizierte Zeitstempel sind zudem für Anwendungen wie E-Banking, E-Commerce, Aktientransaktionen sowie Qualitätssicherungssysteme und -dienstleistungen erforderlich.

Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung wird die Schweiz nun in den EU-Satellitennavigationsprogramme und in ihren Ausschüssen und Arbeitsgruppen teilnehmen. Norwegen, ein weiteres Mitglied der ESA, der nicht Mitglied der EU ist, unterzeichnet eine ähnliche Vereinbarung mit der Kommission in 2010.

Studien zufolge wird Galileo der EU-Wirtschaft in den ersten 90 Betriebsjahren rund 20 Milliarden Euro einbringen. Von heute bis 2020 wird die EU 7 Milliarden Euro für die Satellitennavigation ausgeben. Der finanzielle Beitrag der Schweiz für den Zeitraum 2014–2020 wird nach der Standardformel berechnet.1 für die Teilnahme der Schweiz am EU-Forschungsrahmenprogramm angewendet.

Hintergrund

Galileo ist das Programm der Europäischen Kommission zur Entwicklung eines globalen Satellitennavigationssystems unter europäischer ziviler Kontrolle. Galileo ermöglicht Nutzern die genaue Positionsbestimmung in Zeit und Raum, ähnlich wie das US-amerikanische GPS, jedoch mit höherer Präzision und Zuverlässigkeit. Es wird mit GPS und dem russischen Glonass kompatibel und für einige seiner Dienste interoperabel sein, jedoch unabhängig von diesen Systemen.

EGNOS, die Europäische Erweiterung des geostationären Navigationsservice, ist ein satellitengestütztes Augmentation System (SBAS), die die Genauigkeit verbessert und bietet Integrität auf das GPS-Signal über den meisten Ländern Europas. Zum Beispiel hat EGNOS bereits gemacht Flugsicherungs sicherer an rund 90 europäischen Flughäfen. Es handelt sich um Europas ersten Versuch im Bereich der Satellitennavigation und einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu Galileo.

Heute, Positionierung und Timing-Signale von Satellitennavigationssystemen zur Verfügung gestellt werden in vielen kritischen Bereichen der Wirtschaft, einschließlich Stromnetzsynchronisation, elektronischer Handel und Mobilfunknetze, effektive Straßen-, See- und Luftverkehrsmanagement, In-Car Navigation, Suche und Rettung Service, zu erwähnen, aber einige Anwendungen.

Mehr Infos

Kooperationsabkommen zwischen der EU und der Schweiz

IP / 13 / 1129: Das Parlament genehmigt Finanzierung für die europäischen Satellitennavigationsprogramme bis 2020

http://ec.europa.eu/galileo

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