Europäischer Bürgerbeauftragter
Ombudsmann lobt Kommission zur Untersuchung der Finanzierung des spanischen Fußballclubs Eröffnung
Die Europäische Ombudsfrau Emily O'Reilly begrüßte die Entscheidung der Europäischen Kommission, eine Untersuchung der angeblich unfairen Steuervorteile für Real Madrid, Barcelona, Athletic Bilbao und Atlético Osasuna einzuleiten. Zuvor hatte sie die Kommission aufgefordert, die Entscheidung über eine entsprechende Beschwerde von Investoren anderer europäischer Fußballvereine nicht länger hinauszuzögern.
O'Reilly sagte: „Ich freue mich, dass die Kommission nach über vierjähriger Verzögerung in diesem Fall endlich gehandelt hat. Für die europäische Öffentlichkeit ist es wichtig zu sehen, dass die Kommission Bedenken hinsichtlich eines Verstoßes gegen die Beihilfevorschriften rasch bearbeitet. Meine Aufgabe ist es nicht, die Vorwürfe zu prüfen, aber ich bin zufrieden, dass die Kommission nun den Sachverhalt untersucht und damit jeglichen Verdacht auf einen Interessenkonflikt ausräumt.“
Steuervorteile belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro
Im Jahr 2009 wandte sich der Beschwerdeführer an die Kommission und machte geltend, dass Spanien gegen die EU-Beihilfevorschriften verstößt, indem es vier spanischen Fußballvereinen unfaire Steuervorteile gewährt. Nach Angaben des Beschwerdeführers belaufen sich diese Vorteile auf mehrere Milliarden Euro. Er wies auch darauf hin, dass Spanien diese Steuervorteile gewährt, obwohl es von den Steuerzahlern der Eurozone Hunderte Milliarden Euro verlangt.
Normalerweise hat die Kommission zwölf Monate Zeit, um über die Eröffnung eines Vertragsverletzungsverfahrens zu entscheiden. In diesem Fall vergingen mehr als vier Jahre ohne Entscheidung. Heute (12. Dezember) gab die Kommission offiziell die Einleitung einer Untersuchung bekannt.
Die Empfehlung der Bürgerbeauftragten lautet wie folgt: finden Sie hier.
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