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#Bulgaria - "EU-Gelder werden von einer korrupten Elite gestohlen und verwendet, um ihre Macht zu festigen" Freund

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Gestern (5. Oktober) versammelten sich Demonstranten und Europaabgeordnete vor dem Europäischen Parlament, um ihre Unterstützung für die Resolution zu Rechtsstaatlichkeit und Grundrechten in Bulgarien zu bekunden. Daniel Freund, Europaabgeordneter (Grüne, Deutschland), besuchte Bulgarien und sprach mit den Demonstranten. Freund sagte, die Botschaft der Menschen sei eindeutig: „Sie haben die Nase voll von der Korruption“ und dem langsamen Reformtempo. Sie seien besorgt, dass das Justizsystem vereinnahmt werde und die Medienfreiheit in alarmierendem Tempo erodiere: „EU-Gelder, die wir vergeben, werden von einer korrupten Elite gestohlen und dazu verwendet, ihre Macht zu festigen oder die verbliebenen unabhängigen Medien aufzukaufen. Was die Bulgaren leider bisher nicht sehen, ist entschlossenes Handeln der Europäischen Union. Als ich die Bulgaren fragte: „Was sollen wir tun? Was sollen wir als Europäische Union tun?“, war ihre Antwort einstimmig. Alle, die ich traf, sagten mir: Bitte stoppen Sie die EU-Gelder, denn dieses Geld ernährt keine hungrigen Kinder. Wenn Sie die Gelder stoppen, nehmen Sie den Korrupten im Grunde den Kaviar weg.“ Hintergrund: Am 9. Juli brachen in Bulgarien Proteste aus, als Generalstaatsanwalt Ivan Geschew eine Razzia in den Büros des Präsidenten anordnete. Demonstranten forderten den Rücktritt von Premierminister Bojko Borissow und Generalstaatsanwalt Ivan Geschew aufgrund von Korruptionsvorwürfen und der Vereinnahmung des Staates. Die Bürger gingen auf die Straße und protestierten seit über 90 Tagen. Am Montagabend diskutierten die Europaabgeordneten mit Vertretern des Rates und der Kommission über die anhaltenden Proteste in Bulgarien. Über eine von Juan Fernando Lopez Aguilar (S&D, Spanien) verfasste Entschließung wird am Donnerstag (8. Oktober) abgestimmt.

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