Beschäftigung
Junge Menschen: "Wir wollen arbeiten und einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft leisten."
Eine „Jugendcharta“ mit gemeinsamen Grundsätzen für Praktika und Freiwilligenarbeit, Maßnahmen zur Förderung des Unternehmertums im Frühstadium und die Möglichkeit für junge Menschen, einen kleinen Teil des EU-Programms „Jugendbeschäftigungsinitiative“ zu verwalten, gehörten zu den wichtigsten Empfehlungen der Bürger-Agora zur Jugendarbeitslosigkeit, die vom 6. bis 8. November in Brüssel stattfand. Diese Schlussfolgerungen könnten als Grundlage für die Konferenz der Staats- und Regierungschefs zur Jugendarbeitslosigkeit am 12. November in Paris dienen.„Sie verfügen über einige große Stärken, Sie haben äußerst überzeugende Ansichten vorgetragen und uns durch Ihr Diskussionsverhalten, Ihre Art, anderen zuzuhören, und die Schlussabstimmung eine Lektion in Sachen Demokratie erteilt“, sagte Martin Hirsch, ehemaliger französischer Hochkommissar für aktive Solidarität gegen Armut und derzeitiger Präsident der französischen Agentur für Bürgerdienste, der die Debatten leitete.
Jugend CharterDie abschließenden Empfehlungen sehen ein Mindestgehalt für Praktika vor, mit Ausnahme der Anerkennung formeller und informeller Kompetenzen, insbesondere derjenigen, die durch Freiwilligentätigkeit erworben wurden. Jugendbeschäftigungsfragen sollten auch in die Systeme der sozialen Verantwortung von Unternehmen einbezogen werden, heißt es in dem Text.
Unternehmertum
Maßnahmen zur Förderung des Unternehmertums sollten frühzeitig ab der Schule beginnen, sagten die jungen Menschen, die davon überzeugt sind, dass „Unternehmertum zu ihrer Zukunft und zur Zukunft Europas gehört“. Sie betonten auch die Notwendigkeit, jungen Unternehmern einen Status und eine Priorität bei der Vergabe öffentlicher Aufträge einzuräumen.
Politik gestalten
Die Teilnehmer betonten, dass sie an der Ausarbeitung und Umsetzung von Richtlinien beteiligt sein möchten. Ein kleiner Prozentsatz der Jugendbeschäftigungsinitiative, eines der neuen EU-Jugendprogramme, sollte beispielsweise für von Jugendlichen konzipierte Projekte bestimmt sein, heißt es in dem genehmigten Text.
Bessere Informationen und Tools
Die Teilnehmer forderten außerdem die Schaffung von Informationsplattformen, Schulungen und fachliche Beratung sowie verbesserte Informationen zu EU-Programmen.
Die Mobilität in der EU sollte eine Wahl und eine Chance sein, die nicht durch wirtschaftliche Notwendigkeit erzwungen wird, fügten sie hinzu.
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