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Umwelt: Die Wasserverschmutzung nimmt ab, es bleibt jedoch noch viel zu tun

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CHINADie durch Nitrate verursachte Wasserverschmutzung hat in Europa in den letzten zwei Jahrzehnten abgenommen, aber der landwirtschaftliche Druck belastet die Wasserressourcen immer noch. Der neueste Bericht über die Umsetzung der Nitratrichtlinie zeigt, dass die Nitratkonzentrationen sowohl im Oberflächen- als auch im Grundwasser leicht abnehmen und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken weiter verbreitet sind. Obwohl der allgemeine Trend positiv ist, verursachen die Verschmutzung und Eutrophierung von Nitraten - das übermäßige Wachstum von Unkräutern und Algen, das das Leben in Flüssen und Meeren erstickt - in vielen Mitgliedstaaten immer noch Probleme, und es sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die Gewässer in der Europäischen Union in eine EU zu bringen Guter Status innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens.

Environment Commissioner Janez Potočnik said: “I am very pleased to see that longstanding efforts to reduce pollution from nitrates in water are paying off. But we still have a huge task ahead to bring Europe’s waters to good status by 2015. Nitrates put severe pressure on biodiversity, and on the waters and land underpinning our agriculture and economic activities. We need to step up efforts to achieve further significant reductions in nutrient releases. This requires managing the nutrient cycle in a more sustainable and resource-efficient way. In particular, we need to improve efficiency in the use of fertilisers. The longer we wait, the more it will cost, to the economy and the environment.”

Der landwirtschaftliche Druck auf die Wasserqualität nimmt in einigen Gebieten immer noch stetig zu, da einige intensive landwirtschaftliche Praktiken stark von Düngemitteln abhängen, die zu einer Verschlechterung der lokalen Wasserqualität führen. Einige Mitgliedstaaten und Regionen haben immer noch einen hohen Anteil an nitratbelasteten und eutrophen Gewässern. Die Grundwasserprobleme scheinen in Deutschland und Malta am schwerwiegendsten zu sein, während Oberflächengewässer in Malta, Großbritannien und Belgien am stärksten verschmutzt zu sein scheinen. Fast vier von zehn Seen in Europa leiden unter Eutrophierung, wobei die Niederlande am stärksten darunter leiden und 100% des Süßwassers betroffen sind.

Nationale Maßnahmen wie eine ausgewogene Düngung und eine nachhaltige Güllebewirtschaftung, die darauf abzielen, die Pflanzen mit der richtigen Menge an Nährstoffen zu versorgen, werden weiter verbessert. In Sektoren wie der Gartenbauproduktion werden die Landwirte jedoch immer noch nicht ausreichend ermutigt, den Einsatz von Düngemitteln auf Nitratbasis zu reduzieren. Neue Energiepflanzen, die Biogasindustrie, die Intensivierung der Tierproduktion und der Gartenbau werden im Bericht als herausfordernde Bereiche identifiziert, die in Zukunft weiterer Aufmerksamkeit und verstärkter Maßnahmen bedürfen.

Dank Schulungsprogrammen und Kampagnen zur Sensibilisierung für die Notwendigkeit von Wasserschutzmaßnahmen auf Betriebsebene durch die Mitgliedstaaten hat sich auch das Verständnis für das Problem verbessert.

Hintergrund

Übermäßige Konzentrationen von Nitraten aus Nutztieren wie Schweine-, Kuh- und Geflügelmist sowie die Düngung von Kulturpflanzen gelangen in Gewässer, die Algenblüten verursachen, aquatische Ökosysteme stören, Luftverschmutzung verursachen und die biologische Vielfalt bedrohen. Dies gefährdet die menschliche Gesundheit insbesondere durch die Verschmutzung des Trinkwassers und hat wirtschaftliche Auswirkungen, da es die von Gewässern erbrachten Ökosystemleistungen behindert. Vor mehr als 20 Jahren hat die EU das Problem erkannt und die Nitratrichtlinie verabschiedet, die bewährte landwirtschaftliche Praktiken in ganz Europa fördert, indem sie die Wasserverschmutzung durch Nitrate aus landwirtschaftlichen Quellen verringert.

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Die Richtlinie ist seit 1992 in Kraft und obwohl sie in den Mitgliedstaaten gut etabliert ist, ist ihre vollständige Umsetzung in einigen Mitgliedstaaten immer noch ein Problem. Gegen sechs Mitgliedstaaten (Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Lettland, Polen und die Slowakei) sind derzeit Vertragsverletzungsverfahren offen.

Die neuesten Einschätzungen der Wasserrahmenrichtlinie Die Umsetzung sowie im Rahmen internationaler Übereinkommen durchgeführte Studien zeigen, dass diffuse Verschmutzungsquellen die meisten Hindernisse für die Erreichung eines guten Status in EU-Gewässern darstellen. Aus diesem Grund ist die jüngste Blueprint to Safeguard Europe’s Water Resources identifiziert die Nitratrichtlinie als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung der WRRL-Ziele.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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