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Brexit

Die App zur Reduzierung der Warteschlangen an den EU-Grenzen wird nicht rechtzeitig fertig sein

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Der Eurostar-Chef sagte, eine App, die Verzögerungen für britische Staatsbürger bei der Kanalüberquerung verringern soll, werde nicht rechtzeitig für ein neues EU-Grenzsystem fertig sein. Nicht-EU-Bürger müssen ab Oktober gemäß dem stark verzögerten Einreise-/Ausreisesystem (EES) an der Grenze ihre Fingerabdrücke und ein Foto registrieren.

Die Software sollte es Touristen ermöglichen, dies aus der Ferne zu tun, und britischen Reisenden das Anstehen in der Schlange ersparen.

Eurostar-Chefin Gwendoline Cazenave erklärte jedoch, dass die Bahngesellschaft sich auf Kontrollen an den Bahnhöfen vorbereite, da die App nicht rechtzeitig verfügbar sein werde.

Der Passstempel wird durch EES ersetzt. Ziel ist es, eine stärkere Kontrolle darüber zu gewährleisten, wer in die EU ein- und ausreist.

Allerdings gab es zahlreiche Warnungen vor langen Schlangen, die sich am Hafen von Dover, an den Eurostar- und Eurotunnel-Terminals bilden werden, da die Passagiere mehr Zeit für die Erstregistrierung benötigen.

An diesen Orten werden von der französischen Grenzpolizei Kontrollen durchgeführt, wenn Personen das Vereinigte Königreich verlassen.

Laut Frau Cazenave hat Eurostar im Vorfeld der Umstellung auf EES im Herbst mit der Einrichtung von über dreißig Kiosken in St. Pancras begonnen.

Die Epidemie führte zu einem starken Rückgang der Passagier- und Umsatzzahlen von Eurostar, doch bis zum Jahresende hatte sich das Kanalbahnunternehmen wieder auf das Niveau vor Covid erholt.

Während der Olympischen Sommerspiele in Paris werden in diesem Jahr bis zu zwei Millionen Reisende erwartet.

Die Olympiamannschaften aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland sind Partner von Eurostar.

Laut Frau Cazenave waren die Verkäufe von London-Paris-Tickets dreimal so hoch wie der Durchschnitt, als sie im November in den Verkauf gingen.

Sie erklärte, dass ein Eurostar-Ticket zwar teurer sei als ein Flugticket, es sich aber dennoch nicht um denselben Service handele, da die Züge die Passagiere direkt in die Stadtkerne brächten.

Es bestehe der Wunsch nach umweltfreundlichem Reisen, fuhr sie fort.

„Der Schlüssel liegt darin, den Kundenstrom durch den Bahnhof zu organisieren, so viele Mitarbeiter wie möglich einzusetzen und den Kunden so viel Platz wie möglich zu bieten, damit sie die Grenze problemlos überqueren können“, erklärte sie.

Obwohl die EU erklärt hatte, dass EES ohne die App eingeführt werde, behauptete der CEO von Eurostar, dass die Software den Betrieb rationalisieren würde und dass „wir sicher sind, dass sie sie bald einsetzen werden.“

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