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Europäisches Parlament

Abgeordnete verurteilen Hamas-Angriff auf Israel und fordern eine humanitäre Pause 

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Das Parlament hat die verabscheuungswürdigen Terroranschläge der Hamas gegen Israel verurteilt und gleichzeitig seine ernsthafte Besorgnis über die humanitäre Lage im Gazastreifen zum Ausdruck gebracht. Plenarsitzung, DISASTER.

In der am Donnerstag mit 500 Ja-Stimmen, 21 Nein-Stimmen und 24 Enthaltungen angenommenen Resolution verurteilen die Abgeordneten die brutalen Angriffe aufs Schärfste, bringen ihre Unterstützung für Israel und sein Volk zum Ausdruck und betonen die Notwendigkeit, „die Terrororganisation Hamas zu eliminieren“. Sie fordern außerdem die sofortige Freilassung aller von der Hamas entführten Geiseln und erkennen das Recht Israels auf Selbstverteidigung an, „wie es im Völkerrecht verankert und eingeschränkt ist“. Daher müssen alle Maßnahmen Israels strikt im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht stehen, heißt es in dem Text. Das Parlament betont außerdem, dass sowohl die Angriffe der Hamas als auch die israelische Reaktion die Gefahr bergen, einen Teufelskreis der Gewalt in der Region zu verstärken. Die Abgeordneten fordern eine „humanitäre Pause“ der Kämpfe und betonen, dass Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur, darunter UN-Mitarbeiter, medizinisches Personal und Journalisten, einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen.

Sie trauern auch zutiefst um den Verlust Hunderter unschuldiger Menschenleben und Verletzter bei der jüngsten Explosion im bischöflichen Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza. Die Resolution fordert eine unabhängige Untersuchung nach internationalem Recht, um festzustellen, ob es sich um einen vorsätzlichen Angriff und ein Kriegsverbrechen handelte, und fordert, falls ja, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Das Parlament ist zutiefst besorgt über die humanitäre Lage im Gazastreifen

Das Parlament bringt seine große Besorgnis über die sich rapide verschlechternde Lage im Gazastreifen zum Ausdruck und betont, wie wichtig es ist, zwischen dem palästinensischen Volk und seinen legitimen Bestrebungen auf der einen Seite und der Terrorgruppe Hamas auf der anderen Seite zu unterscheiden. Die Abgeordneten fordern die internationale Gemeinschaft auf, ihre humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in der Region fortzusetzen und zu verstärken. Sie fordern Ägypten und Israel auf, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um humanitäre Korridore zum Gazastreifen einzurichten.

Untersuchung der Rolle von Ländern wie Iran, Katar und Russland im Konflikt

In der Resolution wird die Unterstützung Irans für die Hamas und andere Terrorgruppen im Gazastreifen aufs Schärfste verurteilt. Die Abgeordneten bekräftigen ihre Forderung, das gesamte iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden und die libanesische Hisbollah in die EU-Liste terroristischer Gruppen aufzunehmen, und fordern Untersuchungen zur Rolle des Iran und von Ländern wie Katar und Russland bei der Finanzierung und Unterstützung des Terrorismus in der Region.

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Sie verurteilen außerdem die Raketenangriffe aus dem Libanon und Syrien auf Israel und fordern eine Deeskalation der Spannungen in Ostjerusalem und im Westjordanland.

Finanzielle Hilfe der EU für Palästina

Die Abgeordneten äußern zwar ihre starke Unterstützung für eine Aufstockung der humanitären Hilfe für den Gazastreifen, fordern die Europäische Kommission aber auch auf, die gesamte EU-Finanzhilfe für Palästina und die Region gründlich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine EU-Mittel direkt oder indirekt den Terrorismus finanzieren. Gleichzeitig betonen sie, dass der EU-Haushalt weiterhin den Aufbau von Frieden und Stabilität in der Region unterstützen muss.

Das Parlament steht entschieden hinter einer ausgehandelten Zwei-Staaten-Lösung

Die Resolution betont die Notwendigkeit einer sofortigen Wiederaufnahme des Friedensprozesses und bekräftigt ihre unerschütterliche Unterstützung für eine ausgehandelte Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina auf der Grundlage der Linien von 1967 mit zwei souveränen, demokratischen Staaten, die in Frieden und garantierter Sicherheit Seite an Seite leben , mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten.

Besorgnis über den zunehmenden Antisemitismus

Das Parlament bringt schließlich seine Besorgnis über die Zunahme antisemitischer Äußerungen, Kundgebungen und Angriffe gegen Juden seit Beginn der Terroranschläge der Hamas zum Ausdruck. Sie fordert die Europäische Kommission und alle EU-Länder auf, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit jüdischer Bürger zu gewährleisten.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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