Economy
#EUCO - 'Wir haben es geschafft! Europa ist stark, Europa ist vereint '

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel
Nach einem Marathongipfel von vier Tagen und Nächten zwischen den 27 Regierungschefs Europas verkündete der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, dass eine Einigung erzielt worden sei: „Wir haben es geschafft!“
Das Paket besteht aus einem Mehrjahreshaushalt (MFR) in Höhe von 1,074 Milliarden Euro und weiteren 750 Milliarden Euro, um Europa bei der Wiederbelebung seiner Wirtschaft nach der COVID-19-Krise zu unterstützen.
Einige der schwierigeren Diskussionen betrafen nationale Rabatte der sogenannten „sparsamen“ Staaten, die Überwachung der Haushaltspläne darüber, wie jeder Staat Sanierungsfonds ausgibt, das Gleichgewicht zwischen Zuschüssen und Darlehen und die Verbindung zwischen Rechtsstaatlichkeit und Ausgaben.
#EUCO - „Heute haben wir einen historischen Schritt gemacht“, von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt, den sie als „historisch“ bezeichnete. Sie sagte, Europa werde oft vorgeworfen, zu wenig und zu spät zu handeln. Mit dem Aufbauplan „Next Generation EU“ sei es Europa jedoch gelungen, innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten ein Konjunkturpaket zu schnüren.
Sie bedauerte, dass für eine Kompromissvereinbarung weitreichende Anpassungen erforderlich gewesen seien, darunter die Abschaffung des Solvenzinstruments und Kürzungen bei den vorgeschlagenen Mitteln für Gesundheit, Migration, Außenpolitik und InvestEU. Dennoch wies sie darauf hin, dass 50 Prozent des Gesamtpakets der Modernisierung der europäischen Wirtschaft zugutekommen würden.
Von der Leyen hob zwei wesentliche Errungenschaften hervor: die Schaffung neuer Eigenmittel, die eng mit der Rückzahlung verknüpft seien, und die Tatsache, dass kein Bedarf für eine zwischenstaatliche Vereinbarung bestehe. Die Staaten hätten beschlossen, der Europäischen Kommission weitgehend zu vertrauen. Die Frage des Vertrauens wurde teilweise in den Governance-Regelungen angesprochen, die dem Rat eine gewisse Kontrolle verleihen.
Zu den besonders zu begrüßenden Änderungen gehört die enge Verbindung zwischen Sanierungsplänen und länderspezifischen Empfehlungen (CSRs). Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Empfehlungen dazu, was jedes Land tun muss, um die auf EU-Ebene festgelegten Prioritäten zu erfüllen. Bisher wurden die CSRs von Finanzministern und EU-Staats- und Regierungschefs eingehend geprüft, haben sich jedoch bei der Änderung der nationalen Politik als wirksam erwiesen. Man hofft, dass dieser Moment auch einen Wendepunkt für tiefere Strukturprobleme in den EU-Mitgliedstaaten darstellt.
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