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Waffenexporte

Das Parlament fordert strengere Waffenausfuhrregelung

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Reihe von Waffen

Reihe von Waffen

Die Mitgliedstaaten müssen den Acht-Punkte-Kodex der EU für Waffenexporte strenger anwenden, insbesondere angesichts des veränderten Sicherheitsumfelds in der Nachbarschaft der EU, sagte das Europäische Parlament am Donnerstag (17. Dezember). Es wurde betont, dass diese Handelsströme nicht im direkten Sicherheitsinteresse der EU liegen und nationale politische und wirtschaftliche Erwägungen nicht Vorrang vor der Entscheidungsfindung über Exportlizenzen haben dürfen.

„Die Sicherheit der europäischen Bürger ist heute aufgrund der Konflikte in unserer Nachbarschaft und des zunehmenden Waffenschmuggels und -handels in die EU stärker gefährdet als in den vergangenen Jahren“, sagte Berichterstatter Bodil Valero (Grüne/EFA, SE). „Die EU-Mitgliedsstaaten, die Waffen exportieren, müssen berücksichtigen, dass die Länder, an die sie in der Vergangenheit Waffen verkauft haben, nicht mehr stabil sind, und müssen die aktuellen Waffenexportregime in der EU stärken“, forderte sie und betonte: „Als große globale Waffenexporteure sind sie es auch.“ Wir tragen eine besondere Verantwortung dafür, sicherzustellen, dass die EU ein glaubwürdiger Verfechter der Menschenrechte bleibt.“

Die unkontrollierte Verbreitung von Waffen stellt eine ernsthafte Gefahr für Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung dar, sagt das Parlament in einer Resolution, die am Donnerstag mit 249 Stimmen bei 164 Gegenstimmen und 128 Enthaltungen angenommen wurde. Es stellt fest, dass trotz der Lage in Syrien und im Irak, der zunehmenden terroristischen Aktivitäten und der Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika keine Änderungen an den EU-Vorschriften für Waffenexporte vorgenommen wurden.

Im Jahr 2013 exportierten die EU-Mitgliedstaaten Waffen im Wert von insgesamt 26 Milliarden Euro in Drittländer.

Konsequentere Anwendung des Exportregimes sowie Einführung von Kontrollen und Strafen

Das eigentliche Problem besteht laut Parlament darin, dass die Waffenexportregelung locker angewendet und inkonsistent interpretiert wird. Sie empfiehlt die Einführung unabhängiger Kontrollen und Sanktionen bei Verstößen. Die Mitgliedstaaten sollten zudem strengere nationale Kriterien einführen, heißt es weiter.

Steigern Sie die Transparenz und die öffentliche Kontrolle

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Die Transparenz und öffentliche Kontrolle des Exportkontrollrahmens müssen gestärkt werden, fordert das Parlament. Darin werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, durch standardisierte Berichte detaillierte Informationen zu jeder erteilten Lizenz bereitzustellen. Der Jahresbericht über EU-Waffenexporte sollte künftig als öffentliche, interaktive und durchsuchbare Online-Datenbank neu aufgelegt werden, schlagen die Abgeordneten vor.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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