Schweiz
Das Schweizer Parlament bekommt nach dem Hungerstreik des Vaters eine Klimavorlesung
Am Montag hielten Klimawissenschaftler vor dem Schweizer Parlament Reden über die Gefahren der globalen Erwärmung. Auslöser des Ereignisses war der Hungerstreik, den ein frustrierter Schweizer Vater im vergangenen Januar vor seiner Haustür begann.
Guillermo Fernandez ist Vater von drei Kindern. Er beendete seinen 39-tägigen Hungerstreik, als die Regierung der Forderung nachkam.
Er sagte, es sei „wirklich erstaunlich, hier zu sein und zu wissen, dass heute die Fakten dem Parlament und dem gesamten Schweizer Volk dargelegt werden“, erklärte er gegenüber Reuters im Vorfeld der Veranstaltung auf dem Bundesplatz, wo er seinen Streik abgehalten hatte.
„Danach werden wir feststellen, welche Politiker ihre Verantwortung für unsere Kinder wahrnehmen und welche sie ignorieren.“
Der Temperaturanstieg in der Schweiz hat bereits zwei Grad Celsius überschritten, fast das Doppelte des globalen Durchschnitts. Dies hat zum Schrumpfen seiner einst mächtigen Gletscher und zu neuen Dürre- und Steinschlagrisiken aufgrund des auftauenden Permafrosts geführt.
Die Schweiz ist ein wichtiger Finanzplatz und hat sich verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Climate Action Tracker hält die Schweizer Massnahmen für «unzureichend». Diese Website verfolgt die Bemühungen der Regierungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung.
Bern sagte, ein Vorschlag, die Nutzung fossiler Brennstoffe durch die Schweiz im Jahr 2050 zu verbieten, sei zu extrem. Ein Vorschlag, den Verkauf fossiler Brennstoffe nach 2050 zu verbieten, wird innerhalb von zwei Jahren im Land einem Referendum unterzogen. Es gibt einige Ausnahmen.
Julia Steinberger, Ökoökonomin an der Universität Lausanne, betonte, die Schweiz stehe in der Pflicht. „Durch ihren hohen Verbrauch trägt die Schweiz stärker zur Klima- und Biodiversitätskrise bei, leidet aber auch unter den Folgen.“ Sie sprach mit Parlamentariern, die sich für die fakultative Session angemeldet hatten.
Ein Beamter erklärte, dass nur 100 Personen, also weniger als die Hälfte der 246 Eingeladenen, erschienen seien. Die Bänke, die für die rechtsgerichtete, von der SVP dominierte Gruppe reserviert waren, waren fast leer.
Sonia Seneviratne (Klimawissenschaftlerin der ETH Zürich) zeigte sich enttäuscht von der Langsamkeit des staatlichen Handelns.
„Ich glaube, wir haben die nötigen Ressourcen. Sie sagte, wir seien eines der reichsten Länder, also sollte es möglich sein.“
Rund 200 Menschen versammelten sich draußen, einer als Thermometer, ein anderer als Dinosaurier verkleidet, um das mögliche Schicksal der Menschheit zu veranschaulichen. Camille Mariethoz aus Freiburg sagte, sie glaube nicht an verrückte Träume. Sie fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass ein Ereignis etwas ändern wird.“
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