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Neun EU-Staaten lehnen eine Reform des Energiemarktes als Reaktion auf die hohen Preise ab

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Deutschland, Dänemark und sieben weitere EU-Länder haben sich im Vorfeld eines Treffens der EU-Minister heute (2. Dezember) gegen eine Reform des Strommarktes des Blocks als Reaktion auf die hohen Energiepreise ausgesprochen. Ihrer Meinung nach könnte dieser Schritt die Kosten für die Einspeisung erneuerbarer Energien in das System auf lange Sicht erhöhen. schreibt Kate Abnett.

Die Energieminister der 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union treffen sich am Donnerstag, um über ihre Reaktion auf die Energiepreise zu beraten, die im Herbst auf ein Rekordniveau gestiegen sind, als knappe Gasvorräte mit der steigenden Nachfrage in den sich von der Covid-19-Pandemie erholenden Volkswirtschaften kollidierten.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die neun Länder die EU auf, an ihrem aktuellen Energiemarktdesign festzuhalten. Preisobergrenzen oder unterschiedliche Systeme zur Festsetzung nationaler Strompreise könnten den Stromhandel zwischen EU-Ländern entmutigen und die Anreize untergraben, langfristig kostengünstige erneuerbare Energien in das System aufzunehmen, sagten sie.

„Wir können keine Maßnahme unterstützen, die eine Abkehr von den Wettbewerbsprinzipien unseres Strom- und Gasmarktdesigns bedeuten würde“, erklärten die Länder.

„Eine Abweichung von diesen Grundsätzen würde die kosteneffiziente Dekarbonisierung unseres Energiesystems untergraben, die Bezahlbarkeit gefährden und die Versorgungssicherheit riskieren.“

Die Erklärung wurde von Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Irland, Luxemburg, Lettland und den Niederlanden unterzeichnet.

Die EU-Länder haben sich gespalten, wie sie auf die hohen Preise reagieren sollen, wobei Spanien und Frankreich unter denjenigen sind, die eine Überarbeitung der EU-Energievorschriften fordern. Madrid hat dazu geführt, dass die EU-Länder aufgefordert werden, gemeinsam Gas zu kaufen, um strategische Reserven zu bilden.

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Andere Regierungen sind vorsichtig mit lang anhaltenden Regulierungsreformen, um auf kurzfristige Preisspitzen zu reagieren. Viele EU-Länder haben bereits befristete Maßnahmen wie Haushaltssubventionen und Steuererleichterungen eingeführt, um die Verbraucherrechnungen zu senken.

Die Gaspreise haben sich zwar von den Rekordhochs von Anfang Oktober zurückgezogen, sind aber in Ländern wie den Niederlanden, wo die Preise in den letzten Wochen aufgrund von Kälteprognosen wieder zu steigen begannen, immer noch relativ hoch.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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