EU
PES äußert seine Besorgnis über die Menschenrechte in #Turkey
Das Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) ist zutiefst besorgt über das Ausmaß der Repressalien, die in der Türkei verübt werden. Die SPE hat den Putsch von Anfang an eindeutig verurteilt, doch die europäischen Sozialdemokraten sind nun besorgt über die aktuelle Lage im Land.
Die SPE äußert ihre tiefe Besorgnis über die Möglichkeit, dass es in der Türkei zu massiven Menschenrechtsverletzungen kommen könnte. Die große Zahl der Menschen, die seit dem Putschversuch inhaftiert wurden, sollte gemäß allen Menschenrechtskonventionen behandelt werden. Die SPE wird alle diesbezüglichen Meldungen überwachen.
SPE-Präsident Sergei Stanischew sagte: „Menschenrechte und Gewaltenteilung sind für die Demokratie ebenso wichtig wie freie Wahlen und die Achtung des Willens des Volkes.“ Es gibt Tausende von einfachen Beamten, Lehrern und Akademikern, die festgenommen, von der Arbeit entlassen oder mit einem Reiseverbot ins Ausland belegt wurden. Wir hoffen, dass jeder dieser Fälle im Hinblick auf Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte separat behandelt wird.“
Wie Sergei Stanishev betont hat, ist die SPE davon überzeugt, dass die Demokratie nicht nur bei Wahlen gewahrt bleiben sollte: „Wir haben die türkischen Institutionen nachdrücklich gegen den Putsch unterstützt, weil wir an den freien Willen des türkischen Volkes glauben, aber bei der Demokratie geht es auch um die Gewaltenteilung.“ Rechtsstaatlichkeit und Grundfreiheiten wie die Meinungsfreiheit. Das weitere Vorgehen gegen das Internet bestätigt unsere schlimmsten Vermutungen hinsichtlich der autoritären Richtung, in die sich die Türkei bewegt. Dies wird nur dazu führen, dass sich die Türkei und die EU noch weiter voneinander entfernen.“
Stanischew kommentierte auch die gestrige Erklärung von Präsident Erdoğan, in der er die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, für ihren fehlenden Besuch in der Türkei nach dem Putschversuch kritisierte. „Sie war eine der ersten EU-Beamten, die sich gegen den Putsch zur Unterstützung der demokratisch gewählten Regierung in der Türkei wandten. Gleichzeitig wurden ihre weisen Worte zur Rechtsstaatlichkeit in Ankara offensichtlich nicht gehört, sonst wären wir in der Türkei nicht mit einer so dramatischen Situation konfrontiert. Präsident Erdoğan sollte verstehen, dass seine Drohungen gegen europäische Staats- und Regierungschefs, die sich entschieden für demokratische Prinzipien und Menschenrechte einsetzen, niemals funktionieren werden“, sagte Stanischew.
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