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China, Kambodscha

Das Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump kann als „Kontrollierter Wettbewerb + obligatorische Zusammenarbeit“ interpretiert werden.

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Es scheint, als ob die Regierungen von Xi Jinping und Donald Trump eher ein Modell des „kontrollierten Wettbewerbs und der obligatorischen Kooperation“ als der direkten Konfrontation anstreben. Insbesondere die Betonung der „konstruktiven strategischen Stabilität“ durch die beiden Staatschefs lässt sich so interpretieren, dass China und die Vereinigten Staaten zwar weiterhin Rivalen bleiben werden, aber keine der beiden Seiten möchte, dass diese Rivalität in einen Krieg oder eine wirtschaftliche Entkopplung mündet. Es kann auch als Anerkennung beider Seiten gedeutet werden, dass sie verpflichtet sind, das globale System gemeinsam zu gestalten. schreibt Ahmet SAĞLAM / Ankara / www.saglamahmet.com (Bild unten).

Betrachtet man Trumps China-Besuch im wirtschaftlichen und handelspolitischen Kontext, wird deutlich, dass Xi Jinping den Ansatz vertritt, dass „wirtschaftliche Beziehungen für beide Seiten vorteilhaft sind und gleichberechtigte Verhandlungen der einzig richtige Weg sind“. Xis Betonung der „positiven und ausgewogenen Ergebnisse“ der Handelsgespräche sowie sein Wunsch, dass amerikanische Unternehmen weiterhin in China investieren, untermauern diesen Ansatz. Trump hingegen scheint amerikanische Unternehmen zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit China zu ermutigen. Vor diesem Hintergrund lässt sich argumentieren, dass China seine Produktionsstärke erhalten will, während die Vereinigten Staaten ihre Überlegenheit in den Bereichen Kapital, Technologie und globale Finanzen wahren möchten. Gleichzeitig dürfte man davon ausgehen, dass beide Seiten erkennen, dass ein möglicher Wirtschaftskrieg nicht nur ihre eigenen Volkswirtschaften, sondern auch die Weltwirtschaft schwer schädigen würde.

Abgesehen von wirtschaftlichen Aspekten scheint Chinas Hauptbotschaft zu lauten: „Wir wollen keinen Krieg mit den Vereinigten Staaten“ und „Es sollte ein neues Modell für die Beziehungen zwischen Großmächten etabliert werden.“ Es wird auch davon ausgegangen, dass die USA diesen Ansatz nicht gänzlich ablehnen; vielmehr scheinen beide Seiten bereit zu sein, einen Konsens darüber zu finden, die militärischen Kommunikationskanäle offen zu halten, diplomatische Kontakte aufrechtzuerhalten und Krisenmanagementmechanismen einzurichten.

Die Taiwan-Frage gilt als das heikelste Thema. Xi Jinping betont nachdrücklich, dass Taiwan die wichtigste Frage in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen sei und ein Fehlmanagement zu einem Konflikt führen könne. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass China, anstatt direkt mit Krieg zu drohen, die Botschaft vermittelt, dass „die Vereinigten Staaten vorsichtig agieren sollten“. Die Tatsache, dass auch die USA auf eine offen konfrontative Rhetorik gegenüber Taiwan verzichten, belegt, dass beide Seiten derzeit eine direkte militärische Konfrontation vermeiden wollen.

Sollte der Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran in einer Pattsituation ähnlich dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine enden, ist zu erwarten, dass Trump versuchen würde, die chinesische Regierung zu einem Abkommen zwischen Teheran und Washington zu bewegen. Denn China kauft einen erheblichen Teil des iranischen Öls, das unter US-Sanktionen steht. Trumps Besuch in China deutet darauf hin, dass diese Gespräche an Dynamik gewonnen haben. Gleichzeitig argumentiert Trump jedoch, dass Chinas Unterstützung im Iran-Konflikt nicht notwendig sei.

Gleichzeitig vermitteln die von Chinas offiziellen Institutionen veröffentlichten Nachrichtentexte zum Treffen, insbesondere die Ausdrücke „Weltstabilität“ und „Zukunft der Menschheit“, eine Botschaft bezüglich der multipolaren Weltordnung. China ist der Ansicht, dass die US-zentrierte unipolare Ordnung an Bedeutung verliert; Peking strebt jedoch einen kontrollierten Übergangsprozess an. Die Vereinigten Staaten scheinen ihrerseits zu erkennen, dass sie China nicht vollständig aufhalten können, sondern versuchen, es durch ein ausgewogenes Verhältnis zu steuern. Daher lässt sich argumentieren, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht in Richtung eines vollständigen Bündnisses oder einer vollständigen Feindschaft entwickeln, sondern hin zu einem Modell des „gelenkten Wettbewerbs“.

Tatsächlich scheint sich die Welt zunehmend in Richtung einer multipolaren internationalen Ordnung zu bewegen. So wurde beispielsweise beim Treffen des Strategischen Kooperationsrats auf hoher Ebene zwischen der Türkei und Kasachstan am 14. Mai 2026 die multipolare Weltordnung ebenfalls betont und auf die von Recep Tayyip Erdoğan in internationalen Angelegenheiten häufig geäußerte Doktrin verwiesen: „Die Welt ist größer als fünf Staaten.“

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Dennoch erscheint es unrealistisch, dem US-Besuch in China übermäßige Bedeutung beizumessen. Man könnte argumentieren, dass die Parteien mit diesem Besuch einander testeten, während Trump – insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen – nach einem Ausweg aus den Spannungen mit dem Iran suchte. Bemerkenswert ist zudem, dass die USA, China und Europa in einem der wenigen Punkte, in denen Einigkeit herrscht, offenbar den Mittelkorridor nutzen. China bietet erhebliche Investitionen und Anreize für den Mittelkorridor, während die USA versuchen, sich durch die Nutzung des Sangesur-Korridors als „Trump-Route“ in den Prozess einzubringen. In diesem Kontext lässt sich festhalten, dass der Mittelkorridor – neben dem Klimawandel – zu den strategischen Themen zählt, bei denen internationale Akteure weltweit einen breiten Konsens erzielt haben.

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Gastbeitrag - Meinung

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