Brexit
Der britische Finanzsektor möchte nach dem #Brexit globale Talente zur Verfügung haben
Die Kosten für die Anstellung von Bankern, Buchhaltern und Anwälten aus dem Ausland werden nach dem Brexit in die Höhe schnellen und Londons Stellung als globales Finanzzentrum bedrohen, wenn das Einwanderungssystem nicht dringend reformiert wird, hieß es in einem Bericht vom Montag (21. Mai). schreibt Huw Jones.
Im Bericht von TheCityUK, einer Organisation, die Großbritannien als Finanzplatz fördert, und der Unternehmensberatung EY heißt es, dass die Gewinnung und Bindung der besten Mitarbeiter oberste Priorität habe.
„Der Verlust dieses Vermögens könnte Großbritanniens Position als weltweit führendes Finanzzentrum gefährden“, sagte Miles Celic, Vorstandsvorsitzender von TheCityUK, in einer Erklärung.
Der Finanzsektor erinnert die Regierung gerne daran, dass er der größte Wirtschaftssektor Großbritanniens ist und jährlich mehr als 70 Milliarden Pfund an Steuern einnimmt.
Doch auch andere Sektoren wie das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft fordern nach dem Brexit einen ungehinderten Zugang für internationale Arbeitskräfte.
Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und die sie unterstützenden Anwälte und Buchhalter können derzeit in allen EU-Staaten ohne Visum einstellen, müssen aber für Bürger von außerhalb der Union das Arbeitsvisumsystem „Tier 2“ nutzen.
Wenn es Großbritannien nicht gelingt, ein bilaterales Abkommen mit der EU über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer zu erzielen, muss die Branche für die Einstellung aller Nicht-Briten das Tier-2-System nutzen.
Der daraus resultierende Anstieg der Visaanträge sowie die geplante Erhöhung der Visagebühren würden zu einer Kostensteigerung von 300 Prozent bei der Einstellung internationalen Personals führen, heißt es in dem Bericht.
„Das derzeitige Einwanderungssystem für Nicht-EU-Bürger nach dem Brexit einfach auf EU-Bürger anzuwenden, wird nicht funktionieren“, sagte Celic.
Großbritannien könnte einige der Empfehlungen des Berichts einseitig übernehmen.
Darin wird die britische Regierung aufgefordert, das Tier-2-System durch die Einführung einer „Liste mit Mangelberufen“ „dynamischer“ zu gestalten, die den tatsächlichen Fachkräftemangel widerspiegelt, darunter auch im Bereich der digitalen und Cybersicherheitskompetenz.
Banken und Versicherer haben bereits damit begonnen, einen Teil ihres Personals und ihrer Betriebe in die EU zu verlagern, um auch nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU im kommenden März die Versorgung ihrer Kunden dort sicherzustellen.
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