Turkmenistan
Turkmenistan präsentiert seine Tourismusstrategie auf der 'Turkmentravel – 2026'.
Vom 14. bis 16. April 2026 fand in Aschgabat die internationale Tourismusmesse und -konferenz „Turkmentravel – 2026“ statt. Diese bedeutende Veranstaltung unterstrich Turkmenistans Bestreben, sich als aufstrebendes Reiseziel an der Schnittstelle von Kultur, Geschichte und nachhaltigem Tourismus zu positionieren. Das Forum brachte Vertreter von Regierungsbehörden, internationalen Organisationen, Tourismusfachleute, Investoren, Wissenschaftler und Akteure der Privatwirtschaft aus ganz Europa, Asien und der weiteren Region zusammen.
Eröffnungszeremonie und offizielle Ansprachen
Die Ausstellung und Konferenz wurden am 14. April 2026 in der Handels- und Industriekammer Turkmenistans offiziell eröffnet. In einer feierlichen Sitzung wurde die wachsende Bedeutung der Tourismusdiplomatie unterstrichen.
Der Präsident Turkmenistans, Serdar Berdimuhamedov, richtete eine Grußansprache an die Teilnehmer und eröffnete damit offiziell die Veranstaltung und gab den Ton für die internationale Zusammenarbeit im Tourismussektor an.
An der Eröffnungssitzung nahmen hochrangige Vertreter der turkmenischen Regierung und ausländische Delegationen teil, wobei der Tourismus als strategische Säule der wirtschaftlichen Diversifizierung hervorgehoben wurde.
Konferenz auf hoher Ebene
Internationale Beteiligung
Die Konferenz diente auch als Plattform für regionale Zusammenarbeit und bot Rednern aus Nachbarländern und internationalen Institutionen eine Plattform, darunter:
- Nadir Alpaslan, stellvertretender Minister für Kultur und Tourismus der Republik Türkei;
- Erdenet Kasymov, stellvertretender Direktor der staatlichen Agentur für Tourismusentwicklung beim Ministerkabinett der Kirgisischen Republik;
- Kanan Firdovski oglu Aliyev, Leiter des Büros der Staatlichen Tourismusagentur der Republik Aserbaidschan;
- Muhammetdurdy Mamedov, Leiter der Nationalen Direktion Turkmenistans für den Schutz, die Erforschung und die Restaurierung historischer und kultureller Denkmäler;
- Geoffrey Serembe, Staatssekretär im Tourismusministerium der Republik Uganda;
- Cordula Wolfmutther (Regionaldirektorin für Europa bei der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen – UN Tourism);
- Sylapberdi Nurberdiyev, stellvertretender Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO);
- Dilmurod Nasimov, Vizerektor der Internationalen Universität für Tourismus und Kulturerbe „Seidenstraße“ der Republik Usbekistan;
- Abdullah Kutalmis Yalçın, Berater des Ministers für Kultur und Tourismus der Republik Türkei und Sonderbeauftragter von TURKSOY;
- Leonid Stepanov, Leiter des Projekts „Alice Public Association“ der Republik Kasachstan.
Diese Maßnahmen legten den Schwerpunkt auf grenzüberschreitende Tourismusrouten, das Erbe der Seidenstraße und die institutionelle Zusammenarbeit.
Im Rahmen der Konferenz wurden in einer Vielzahl von Hauptvorträgen und Expertenbeiträgen bewährte globale Praktiken und nationale Erfahrungen in der Tourismusentwicklung hervorgehoben.
Zu den Hauptrednern gehörten:
Jemile Gurbanova, Leiterin der Abteilung für immaterielles Kulturerbe;
Aknýyaz Agamyradov, Leiter der Tourismusdirektion des Kulturministeriums von Turkmenistan;
Bahar Atayeva, Dozentin am Turkmenischen Staatlichen Institut für Kultur;
Gurban Gurbanov, Leiter des Tourismusunternehmens Aziyanyn Merjeni;
Atageldi Shamyradov, Kulturminister Turkmenistans.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Bewahrung des kulturellen Erbes bei gleichzeitiger Modernisierung der touristischen Infrastruktur und Dienstleistungen.
Investitionen und Innovationen im Tourismus
In einer eigens dafür eingerichteten Sitzung zum Thema „Möglichkeiten und Mechanismen zur Gewinnung von Investitionen und Kapital für die Tourismusbranche“, die von Maral Seytiniyazova moderiert wurde, ging es um das Engagement des Privatsektors und Innovationen.
Referenten enthalten:
- Abdulkadyr Aliyev, Leiter der Allianz der touristischen Destinationen der Kirgisischen Republik;
- Jennet Garlyyeva, Gründerin der öffentlichen Organisation „Mirasly Senet“;
- Brendan Sobie, Gründer von Sobie Aviation und internationaler Experte des CAREC-Programms für Luftfahrt und Tourismus;
- Maral Seytiniyazova, Gründerin von ProSinergiya Consulting Enterprise und Unternehmensberaterin für strategisches Management.
Die Sitzung hob die Themen Luftfahrtverbindungen, Investitionsrahmen und öffentlich-private Partnerschaften hervor.
Tourismus Verwaltung
Zum Programm gehörte auch ein von UN Tourism organisiertes Seminar zum Thema Tourismusmanagement, das im Turkmenischen Staatlichen Kulturinstitut stattfand und die wachsende Bedeutung beruflicher Weiterbildung und institutionellen Kapazitätsaufbaus widerspiegelte.
Ein Runder Tisch mit internationalen Teilnehmern führte zur Unterzeichnung von Kooperationsabkommen zwischen Tourismusunternehmen und markierte damit konkrete Ergebnisse der Veranstaltung. Zudem fand eine Ausstellung mit internationaler Beteiligung statt, die von Uganda über Pakistan und die Türkei bis nach Malaysia reichte.
Kulturelle Entdeckung der Region Aschgabat
Abseits der Konferenzräume nahmen die Delegierten an einer Stadtrundfahrt durch Aschgabat teil und besuchten:
- der Kultur- und Parkkomplex Magtymguly Pyragy,
- und die alte Festung Alt-Nisa, ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Programm umfasste auch Reitspiele der Galkynysh National Horse Group im Staatszirkus von Turkmenistan und präsentierte damit Turkmenistans reiches immaterielles Kulturerbe.
Abschlusszeremonie
Die Ausstellung endete am 16. April 2026 mit einer Abschlusszeremonie im Turkmenischen Staatlichen Kulturinstitut, bei der Folgendes stattfand:
- Den Teilnehmern wurden Diplome verliehen;
- Die Abschlussrede der Teilnehmer von „Turkmentravel – 2026“ wurde formell angenommen und an Präsident Serdar Berdimuhamedov gerichtet. Zu den weiteren Hauptrednern zählten Derya Soysal und Sahra Amanova von Esretli Syyahat.
Fazit
Mit Turkmentravel – 2026 präsentierte Turkmenistan eine umfassende Vision des Tourismus als Motor für Kulturdiplomatie, Wirtschaftswachstum und internationale Zusammenarbeit. Durch die Kombination von politischem Dialog, Investitionsgesprächen, kulturellen Präsentationen und Bildungsveranstaltungen demonstrierte die Veranstaltung das Engagement des Landes für die Entwicklung eines modernen, nachhaltigen und international vernetzten Tourismussektors.
Dank starker staatlicher Unterstützung und wachsendem Engagement internationaler Partner positioniert sich Turkmenistan nicht nur als Reiseziel für antikes Erbe, sondern auch als aktiver Akteur in regionalen und globalen Tourismusnetzwerken.
Quellen
https://www.eureflect.com/turkmenistan-showcases-its-tourism-strategy-at-turkmentravel-2026
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