Turkmenistan
Turkmenistans dauerhafte Neutralität im Europäischen Parlament gefeiert
Am 26. März veranstaltete das Europäische Parlament eine Veranstaltung mit dem Titel „Peace Love World“ zum 30. Jahrestag der dauerhaften Neutralität Turkmenistans. Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Neutrale Staaten als Friedensverhandler“ statt, die sich mit der Rolle neutraler Länder in der globalen Diplomatie befasste..
Seit dem 12. Dezember 1995 ist Turkmenistan ein dauerhaft neutraler Staat, der von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt wurde. Artikel 1 der turkmenischen Verfassung verankert diesen Grundsatz und besagt:
„Die dauerhafte Neutralität Turkmenistans ist die Grundlage seiner Innen- und Außenpolitik, die darauf abzielt, Stabilität und Harmonie in der Gesellschaft zu stärken und freundschaftliche und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen mit den Ländern der Region und der ganzen Welt aufzubauen.“
Die Diskussionen im Europäischen Parlament berührten zentrale Themen wie globale Friedensbemühungen, die Zusammenarbeit mit Europa, die Rolle der Diplomatie bei der Konfliktlösung, den bevorstehenden Gipfel zwischen Europa und Zentralasien in Samarkand, den Transkaspischen Korridor und die allgemeine Notwendigkeit, die Konnektivität zwischen Europa und Asien zu verbessern.
An der Veranstaltung nahm eine hochrangige Delegation aus Turkmenistan teil, darunter:
• Serdarov Ata – Vorsitzender der Demokratischen Partei Turkmenistans, Mitglied des Ausschusses für internationale und interparlamentarische Beziehungen des Medschlis von Turkmenistan.
• Kulyyev Maksat – Vorsitzender des Ausschusses für internationale und interparlamentarische Beziehungen des Medschlis von Turkmenistan.
• Atayeva Enejan – Mitglied des Ausschusses für internationale und interparlamentarische Beziehungen des Medschlis von Turkmenistan.
Zu den namhaften Rednern gehörten:
Miroslav Slastan, Rechtsberater des slowakischen Präsidenten, betonte die Prinzipien der Neutralität, der territorialen Integrität, der diplomatischen Zusammenarbeit und der Nichteinmischung. Er beschrieb einen neutralen Staat als einen Staat, der sich nicht an militärische Bündnisse bindet und in Konflikten als Vermittler fungiert.
• Sapar Palvanov, Botschafter Turkmenistans in Belgien, betonte, dass Neutralität kein passives, sondern ein aktives diplomatisches Instrument sei, das Frieden und Vertrauen fördere.
Der Moderator war Katarina Roth Nevedalova (Europäisches Parlament).
Palvanov führte aus:
Dieses Prinzip ist keine passive Haltung. Es ist keine Abwesenheit. Und auch kein Rückzug. Neutralität, wie Turkmenistan sie angenommen hat, ist eine kraftvolle, aktive und zukunftsorientierte Philosophie – eine Brücke zwischen Staaten, eine Plattform für Frieden und ein Instrument zur Vertrauensbildung in einer zunehmend gespaltenen Welt.
Botschafter Palvanov nannte auch konkrete Beispiele für die Rolle Turkmenistans bei der Friedensförderung, darunter die Vermittlung im tadschikischen Bürgerkrieg und die humanitäre Hilfe für Afghanistan. Zum Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erklärte er:
„Wir haben humanitäre Hilfe in die Ukraine geschickt, auch für vom Konflikt betroffene Kinder, und ukrainische Unternehmen arbeiten weiterhin in Turkmenistan. Dies zeigt, dass Neutralität nicht Schweigen bedeutet, sondern konstruktives Engagement.“
Darüber hinaus betonte er die Bedeutung der präventiven Diplomatie und hob die Rolle Turkmenistans bei der Gründung des Regionalzentrums der Vereinten Nationen für präventive Diplomatie für Zentralasien (UNRCCA) in Aschgabat im Jahr 2007 hervor:
Die UNRCCA ist das weltweit einzige UN-Zentrum, das sich speziell der Konfliktprävention und nicht der Krisenreaktion widmet. Sie spiegelt unsere Überzeugung wider, dass frühzeitiger Dialog wirksamer ist als Versöhnung nach Konflikten – eine Ansicht, die wir regional und global vertreten.
Ein Bekenntnis zu Frieden und Vertrauen
Kulyyev Maksat bekräftigte die Idee, dass Turkmenistans Neutralität eine proaktive diplomatische Haltung sei, und erklärte:
Für Turkmenistan ist Neutralität nicht nur ein Rechtsstatus. Sie ist ein friedlicher, proaktiver Ansatz in den internationalen Beziehungen.
Atayeva Enejan betonte, dass Turkmenistan nach wie vor das einzige Land sei, dessen Verfassung die ewige Neutralität festschreibt. Sie bezeichnete sie als dynamisches und konstruktives Prinzip, das den internationalen Dialog, das Vertrauen und die Zusammenarbeit fördern soll.
Die Veranstaltung endete mit einer Frage-und-Antwort-Runde, in der Experten wie Colin Stevens (CEO von EU Reporter), Derya Soysal und Alberto Turkstra (Diplomatic World) … mit den Rednern sprachen.
Zusammenfassend unterstrichen die Diskussionen im Europäischen Parlament, dass Neutralität keine Haltung der Untätigkeit, sondern ein strategischer Ansatz zur Friedensförderung ist. Das turkmenische Modell zeigt, wie ein Land seine Souveränität bewahren und gleichzeitig aktiv zur regionalen und globalen Stabilität beitragen kann. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen bietet der turkmenische Neutralitätsansatz eine überzeugende Alternative zur Polarisierung und fördert Dialog und Zusammenarbeit in einer Zeit, in der diese Werte wichtiger denn je sind.
Foto von Derya Soysal
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