Sudan
Die EU stellt Sudan zusätzlich 1 Million Euro zur Verfügung, da der Vormarsch der Rapid Support Forces eine Massenflucht auslöst.
Der Sudan, der bereits die größte humanitäre Krise der Welt erlebt, sieht sich nach dem Fall der Stadt El Fascher in Nord-Darfur an die Rapid Support Forces mit einem sprunghaften Anstieg des humanitären Bedarfs konfrontiert.
Während die Menschen in El Fascher vor der anhaltenden Brutalität fliehen, stellt die EU weitere 1 Million Euro für humanitäre Hilfe bereit. Diese Mittel ergänzen die über 272 Millionen Euro, die die EU für 2025 zur humanitären Hilfe sowohl für die vom Konflikt im Sudan Betroffenen als auch für sudanesische Flüchtlinge in den Nachbarländern bereitgestellt hat.
Die Beauftragte für Katastrophenvorsorge, Krisenmanagement und Gleichstellung, Hadja Lahbib, sagte:
'Was den Sudan betrifft, fehlen mir die Worte, um das Ausmaß dieser humanitären Katastrophe zu beschreiben. Es gibt glaubwürdige Berichte über Massenverbrechen der Rapid Support Forces (RSF) – von ethnisch motivierten Morden bis hin zu weit verbreiteter sexueller Gewalt. Der Sudan blutet, aber die EU wird nicht tatenlos zusehen. Wir stocken unsere laufenden humanitären Hilfsmaßnahmen im Sudan um eine zusätzliche Million Euro auf, um die Menschen zu unterstützen, die vor den Massakern der RSF fliehen. Damit beläuft sich unsere humanitäre Hilfe für die Sudan-Krise im Jahr 2025 auf über 273 Millionen Euro.. "
Mit dieser neuen Mittelzuweisung wird die EU die sofortige Ausweitung der Nothilfemaßnahmen in ganz Nord-Darfur unterstützen, insbesondere in der Region Tawila, die bereits jetzt mehr Binnenvertriebene beherbergt als jeder andere Ort im Sudan.
Die neuen humanitären Finanzmittel werden vorrangig der Bereitstellung von Wasser, Hygiene- und Sanitärdienstleistungen, aber auch von Notunterkünften für die aus El Fasher fliehenden Menschen dienen.
Foto: © Europäische Union, 2025 (Fotograf: Peter Biro)
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