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Süd-Sudan

EU organisiert Luftbrückenflug für Bedürftige im Sudan

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Ein aktueller EU-Flug der Humanitarian Air Bridge (HAB) zum Transport von Hilfsgütern für die humanitären Partner UNICEF, Emergency and Relief International, hat an diesem Wochenende Hilfsgüter in den Sudan gebracht. Im Mai 2023 startete die EU eine Reihe humanitärer Luftbrückenoperationen zur Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter nach Port Sudan, da der im April dieses Jahres ausgebrochene Konflikt zu einer schwierigen humanitären Situation mit Hunderttausenden Binnenvertriebenen geführt hat. Bisher wurden fünf HAB-Operationen nach Port Sudan durchgeführt, bei denen insgesamt rund 161 Tonnen Hilfsgüter transportiert wurden, darunter Medikamente zur Bekämpfung des jüngsten Cholera-Ausbruchs im Sudan.

Krisenmanagement-Kommissar Janez Lenarčič (Abbildung) sagte: „Die Lage im Sudan ist äußerst alarmierend. Wieder einmal tragen unschuldige Zivilisten die Hauptlast eines Konflikts. Seit ihrer Gründung setzt sich die EU dafür ein, das Leid zu lindern und den Schwächsten Hilfe zu leisten. Ich bekräftige meinen Aufruf an alle Seiten, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren, um die Zivilbevölkerung zu schützen und sicherzustellen, dass humanitäre Helfer ihre lebensrettende Arbeit in Sicherheit und ohne Behinderung durch administrative oder andere Hindernisse leisten können.“

Mit über 7 Millionen Menschen, die aufgrund des Konflikts vertrieben wurden, stellt der Sudan die größte Vertreibungskrise weltweit dar. Im ganzen Land gibt es Berichte über Gräueltaten, darunter ethnische Säuberungen und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen. Die Gesamtzahl der Kinder im Sudan, die keine Schule besuchen, hat 19 Millionen erreicht. Die verheerenden Auswirkungen des Konflikts auf die Lebensgrundlagen, den Agrarsektor und die Wirtschaft insgesamt machen den Sudan zu einem der vier größten Hunger-Hotspots weltweit. Die Situation wird durch die anhaltende Cholera-Epidemie und die jüngsten Überschwemmungen noch verschärft.

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EU Reporter veröffentlicht Artikel aus einer Vielzahl externer Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen sind nicht unbedingt die von EU Reporter.

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