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Polen

Sicherheit ist Polens wichtigste Vision für die kommende polnische EU-Ratspräsidentschaft

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Bei der Sitzung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) in Warschau skizzierte die polnische Staatssekretärin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka die politische Ausrichtung der rotierenden Präsidentschaft ihres Landes im Rat der Europäischen Union von Januar bis Juni 2025.

Das zentrale Thema der Präsidentschaft ist „Sicherheit“, das sich über sieben Hauptsäulen erstreckt: Außenpolitik, Energie, Wirtschaft, Ernährung, Klima, Gesundheit und Information. Mit diesem umfassenden Ansatz sollen die dringendsten Herausforderungen Europas während der sechsmonatigen polnischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union ab Januar 2025 angegangen werden.

Anlässlich der außerordentlichen Präsidiumssitzung des EWSA am 19. November 2024 in Warschau sagte Magdalena Sobkowiak-Czarnecka, polnischer Staatssekretär für EU-Angelegenheiten, machte deutlich, dass die Präsidentschaft versuchen werde, einen Ansatz zu verfolgen, der Klimaziele und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbindet, da diese nicht im Widerspruch zueinander stehen dürften.

„Sicherheit ist unser Motto, und darauf wird sich unsere Präsidentschaft konzentrieren; dieser Katalog von Säulen ist jedoch nicht abgeschlossen“, sagte sie. „Wir werden sehr offen für den Dialog sein, und Sicherheit wird sich auch auf die Zivilgesellschaft und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Bürger beziehen. Aus diesem Grund werden wir im Büro des Premierministers zwei Ausschüsse einrichten, um den NGOs und Unternehmern ständig zuzuhören.“

Der Präsident des EWSA, Oliver Röpkebetonte, wie wichtig es sei, in einer Welt, die von raschem Wandel und komplexen Herausforderungen geprägt sei, den Sicherheitsaspekt neu zu überdenken: „Vom Schutz unserer physischen und digitalen Landschaften bis hin zum Schutz der Werte, die uns als Europäer einen, ist klar, dass Sicherheit nicht nur eine Verteidigungshaltung ist; sie erfordert ein proaktives Bekenntnis zu Widerstandsfähigkeit, Zusammenarbeit und Vertrauen“, sagte er.

„Polens bevorstehende Präsidentschaft fällt in eine Zeit, in der Europa vor vielen Herausforderungen, aber auch vielen Chancen steht. Wir freuen uns darauf, die Arbeit der polnischen Präsidentschaft zu unterstützen, beispielsweise durch die angeforderten Sondierungsstellungnahmen, um unsere gemeinsamen europäischen Ziele voranzutreiben“, fügte er hinzu.

Konkret wird sich die polnische EU-Ratspräsidentschaft voraussichtlich mit folgenden Themen befassen:

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·     Äußere und militärische Sicherheit - Auseinandersetzung mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, Finanzierung des „Ostschildes“ und Förderung einer robusten europäischen Verteidigungsindustrie.

·     Energieversorgungssicherheit - Verringerung der Abhängigkeit von externen Energiequellen, Beschleunigung der Energiewende mit Technologien unter europäischer Führung und Senkung der Energiekosten.

·     Wirtschaftliche Sicherheit - Reform des mehrjährigen Finanzrahmens der EU, Erhöhung der Verfügbarkeit europäischer Mittel für die Begünstigten und Stärkung der Kohäsionspolitik gemäß dem Slogan „Mehr Macht für die Regionen, weniger Macht für Brüssel“.

·     Ernährungs- und Klimasicherheit - Überbrückung der Kluft zwischen Landwirtschaft und Klimaaktivismus durch Engagement für Wettbewerbsfähigkeit und einen praktischen Klimarahmen.

·     Gesundheitssicherheit - Stärkung der Unabhängigkeit der EU bei der Arzneimittelproduktion und Bewältigung psychischer Probleme, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

·     Informationssicherheit - Bekämpfung von Desinformation, Verbesserung der Cybersicherheit und Bewältigung der Auswirkungen der virtuellen Realität auf die psychische Gesundheit, insbesondere der jüngeren Generationen.

Das polnische Engagement für künstliche Intelligenz steht im Einklang mit der Kernbotschaft der Konferenz über Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der digitalen Transformation, die vom EWSA organisiert wird und am Vortag, dem 18. November 2024, stattfindet.

Die beiden Sitzungen der Konferenz trugen den Titel Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter: Neue Geschichte über die Beschäftigung kombiniert mit einem nachhaltigen Materialprofil. Digitale Revolution: Sind alle mit dabei? und es waren zahlreiche prominente Redner anwesend.

Agnieszka Dziemianowicz-Bąk, die polnische Ministerin für Familie, Arbeit und Sozialpolitik, betonte, wie wichtig es sei, auf den technologischen Wandel vorbereitet zu sein, ohne dramatisch, fatalistisch oder ängstlich zu sein. Dieses Ziel könne durch die Umschulung der betroffenen Arbeitnehmer und durch die Einführung globaler Vorschriften und Standards auf europäischer Ebene erreicht werden.

Aleksandra Przegalińska-Skierkowska, Prorektor für internationale Zusammenarbeit an der Koźmiński-Universität in Warschau, sagte, es sei gut, den Schwerpunkt auf kollaborative künstliche Intelligenz zu legen, die den Menschen helfen und nicht sie ersetzen solle, und zitierte Forschungsergebnisse, die zu dem Schluss kamen, dass Arbeitnehmer, die künstliche Intelligenz nutzen, bei der Arbeit im Allgemeinen zufriedener seien. Er warf jedoch auch die Frage auf, wer in Zukunft die Entwicklung künstlicher Intelligenz leiten werde.

Röpke betonte, dass die digitale Transformation beispiellose Chancen bietet, aber auch erhebliche soziale Herausforderungen mit sich bringt, denen sich die EU stellen muss, um eine inklusive Zukunft für alle aufzubauen: „Die digitale Transformation bietet tiefgreifende Chancen, erfordert aber von uns, umsichtig zu handeln, um sicherzustellen, dass sie allen zugutekommt. Indem wir Bildung, Wohlbefinden, Zugang und Gerechtigkeit in den Vordergrund stellen, können wir eine Zukunft gestalten, in der Technologie unsere Gesellschaft bereichert, anstatt sie zu spalten.“

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