Marokko
Kommission erhebt Zölle auf ungerechtfertigt subventionierte Einfuhren von Aluminiumrädern aus Marokko
Die Europäische Kommission hat Ausgleichszölle auf die Einfuhr von Aluminium-Straßenrädern aus Marokko erhoben. Damit werden EU-Hersteller geschützt und 16,600 Arbeitsplätze vor unfairen Handelspraktiken bewahrt.
Es wurde festgestellt, dass die Importe – unter anderem über Chinas Belt and Road Initiative (BRI) – ungerechtfertigt subventioniert wurden und somit der EU-Industrie schadeten.
Eine Antisubventionsuntersuchung der Kommission ergab, dass die marokkanische Regierung ihren Automobilsektor systematisch durch WTO-unvereinbare Subventionen unterstützte, darunter Zuschüsse, Darlehen zu Vorzugszinsen und Steuerbefreiungen/-ermäßigungen.
Darüber hinaus ergab die Untersuchung, dass China im Rahmen der BRI-Kooperation direkte grenzüberschreitende finanzielle Zuwendungen an einen der beiden exportierenden marokkanischen Hersteller leistete. Die ungerechtfertigt subventionierten Importe schädigten nachweislich die EU-Industrie.
Die Einführung von Zöllen auf Aluminiumräder aus Marokko unterstreicht die Entschlossenheit der EU, handelspolitische Schutzinstrumente voll auszuschöpfen, um die europäische Industrie und gleiche Wettbewerbsbedingungen auf globaler Ebene zu schützen. Die erhobenen Zölle reichen von 5.6 % für ausführende Hersteller, die ausschließlich von marokkanischen Subventionen profitieren, bis zu 31.4 % für Hersteller, die sowohl marokkanische als auch chinesische Finanzhilfen im Rahmen der Neuen Seidenstraße erhalten.
Die Ausgleichszölle kommen zu den Antidumpingzöllen hinzu, die am 12. Januar 2023 auf dasselbe Produkt aus Marokko eingeführt wurden (letztere liegen zwischen 9 % und 17.5 %). Derzeit gelten auch Antidumpingzölle auf Einfuhren von Aluminiumrädern aus China.
Weitere Informationen
Antidumpingmaßnahmen für Aluminium-Straßenräder aus Marokko
Antidumpingmaßnahmen für Aluminium-Straßenräder aus China
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