European Patent Office
Die Republik Moldau tritt der Europäischen Patentorganisation als 40. Mitgliedstaat bei
Die Republik Moldau ist der 40. Mitgliedstaat der Europäischen Patentorganisation geworden. Dies geschah nach Hinterlegung ihrer Beitrittsurkunde zum Europäischen Patentübereinkommen (EPÜ) am 25. März 2026.
Ab dem 1. Juni wird bei europäischen Patentanmeldungen automatisch die Republik Moldau als Herkunftsland angegeben. Dies erhöht den potenziellen wirtschaftlichen Wert europäischer Patente als immaterielle Vermögenswerte zusätzlich.
Bei dieser Gelegenheit sagte Josef Kratochvíl, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation: „Der Beitritt der Republik Moldau spiegelt die anhaltende Attraktivität und Stärke des europäischen Patentsystems wider. Er beweist unser gemeinsames Engagement für die Förderung von Innovationen, die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung und die Vertiefung der Zusammenarbeit in ganz Europa in einer Zeit, in der Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit wichtiger denn je sind.“
António Campinos, Präsident des Europäischen Patentamts (EPA), sagte: „Wir freuen uns sehr, die Republik Moldau als unser neuestes Mitgliedsland begrüßen zu dürfen. Aufbauend auf der langjährigen engen Zusammenarbeit mit der Staatlichen Agentur für geistiges Eigentum (AGEPI) wird dieser Schritt den Zugang zu hochwertigem Patentschutz für Innovatoren in der Republik Moldau und in ganz Europa weiter verbessern und gleichzeitig die Integration des Innovationsökosystems des Landes in die europäische Landschaft stärken.“
Der moldauische Justizminister Vladislav Cojuhari erklärte: „Die Republik Moldau fühlt sich geehrt und privilegiert, Mitglied der Europäischen Patentorganisation zu werden. Dieser wichtige Meilenstein wird das Patentschutzsystem in unserem Land erheblich verbessern. Der Beitritt zum Europäischen Patentübereinkommen schafft günstigere Bedingungen für Innovationen und bietet Unternehmen, Erfindern und Forschern neue Möglichkeiten und verstärkte Unterstützung, indem das nationale System des geistigen Eigentums kontinuierlich an europäische Standards angepasst wird.“
Eine langjährige Partnerschaft: Von der Validierung bis zur EPA-Mitgliedschaft
Die Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Patentamt (EPA) und der Republik Moldau reicht bis Mitte der 1990er Jahre zurück. Ein entscheidender Meilenstein wurde im Oktober 2013 mit der Unterzeichnung eines Validierungsabkommens erreicht, das am 1. November 2015 in Kraft trat und Patentinhabern ermöglichte, ihren europäischen Patentschutz auf das Land auszudehnen, ohne eine separate Anmeldung einreichen zu müssen. Für die Republik Moldau diente die Validierung als … Sprungbrett hin zu einer tieferen Integration in das europäische Patentsystem. Das EPA hat eng mit AGEPI zusammengearbeitet, um die Verfahren anzugleichen und die technischen Kapazitäten auszubauen und so den Weg für den Beitritt des Landes zum EPÜ zu ebnen.
Eine Erfolgsgeschichte europäischer Zusammenarbeit
Die Europäische Patentorganisation fördert Innovation und Wirtschaftswachstum in ganz Europa. Seit der Unterzeichnung des EPÜ im Jahr 1973 durch 16 Staaten ist die Organisation auf 40 Mitgliedsländer angewachsen. Dazu gehören alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Albanien, Island, Liechtenstein, Monaco, Montenegro, Nordmazedonien, Norwegen, San Marino, die Republik Moldau, Serbien, die Schweiz, die Türkei und das Vereinigte Königreich.
Europäischer Patentschutz für einen Markt von über 715 Millionen
Das EPA wendet ein zentralisiertes Verfahren zur Prüfung europäischer Patentanmeldungen für die 40 Mitgliedstaaten der Organisation, einen Erweiterungsstaat (Bosnien und Herzegowina) und fünf Validierungsstaaten (Marokko, Tunesien, Kambodscha, Georgien und die Demokratische Volksrepublik Laos) an. Dies ermöglicht es Erfindern, Forscher Unternehmen aus aller Welt erhalten beim Europäischen Patentamt (EPA) hochwertigen Patentschutz für ihre Erfindungen in bis zu 46 Ländern und erreichen damit einen Markt von über 715 Millionen Menschen. Das 1977 gegründete EPA hat seinen Hauptsitz in München und unterhält Niederlassungen in Den Haag, Berlin, Wien und Brüssel. Es beschäftigt fast 6.300 Mitarbeiter.
Weitere Informationen
- Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation
- Republik Moldau wird 40. Mitgliedstaat des Europäischen Patentamts (Meldung vom 25. März 2026)
- Die Republik Moldau tritt dem Europäischen Patentübereinkommen bei (ABl. EPA 2026, Artikel 25).
Über das EPA
Mit 6,300 Mitarbeitern ist die Europäisches Patentamt (EPA)Das Europäische Patentamt (EPA), die Exekutive der Europäischen Patentorganisation, ist eine der größten öffentlichen Dienstleistungseinrichtungen Europas. Mit Hauptsitz in München und Niederlassungen in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien wurde das EPA mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit im Patentwesen in Europa zu stärken. Dank des zentralisierten Patenterteilungsverfahrens des EPA können Erfinder in bis zu 46 Ländern einen hochwertigen Patentschutz erlangen, der einen Markt von über 715 Millionen Menschen abdeckt. Das EPA ist zudem weltweit führend in der Bereitstellung von Patentinformationen und der Patentrecherche.
Über AGEPI
Die staatliche Agentur für geistiges Eigentum (AGEPI) ist die Verwaltungsbehörde der Republik Moldau, die dem Justizministerium untersteht und für die Förderung und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich des rechtlichen Schutzes des geistigen Eigentums, einschließlich gewerblicher Schutzrechte, Urheberrechte und verwandter Schutzrechte, zuständig ist.
AGEPI vertritt die Republik Moldau in internationalen, regionalen und zwischenstaatlichen Organisationen im Bereich des geistigen Eigentums, einschließlich der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), pflegt und entwickelt Kooperationsbeziehungen mit relevanten Institutionen und internationalen Partnern, um das nationale System des geistigen Eigentums zu stärken und die europäische Integration zu fördern.
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