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Lettland

Innovation in der lettischen Aquakultur

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Ein neues Aquakulturzentrum revolutioniert Lettlands Aquakultursektor durch die Förderung von Innovation und nachhaltigen Praktiken. Das mit EU-Mitteln geförderte TOME Aquaculture Centre bietet Unternehmern Expertenschulungen, Kompetenzentwicklung und Beratungsdienste an und fördert so den Wissenstransfer und die branchenübergreifende Zusammenarbeit. 

Als  regionales KompetenzzentrumDas Zentrum schließt die Lücke zwischen Forschung und Industrie, um ökologisch nachhaltige Lösungen umzusetzen. Es hat im gesamten Baltikum große Aufmerksamkeit erregt.

Vorreiter bei Innovationen in der Aquakultur

Das TOME-Aquakulturzentrum wurde vom Institut für Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Umwelt (BIOR) ins Leben gerufen, das in Lettland eine Vorreiterrolle in der Aquakulturforschung und -entwicklung einnimmt.

Der Bau des Zentrums wurde Ende 2023 abgeschlossen und die ersten landwirtschaftlichen Arbeiten begannen im Mai 2024. Mit einer bewährten Erfolgsbilanz bei Verbesserungs- und Wiederauffüllungsprogrammen – insbesondere bei der Aufzucht von Ostseelachs, Meerforellensmolts, Zandern und anderen Jungfischen – bringt BIOR unschätzbares Fachwissen in das TOME-Innovationszentrum ein.

Eine Vision für nachhaltige Aquakultur

Das langfristige Ziel des TOME Aquaculture Centre ist die Entwicklung eines professionellen und innovativen Aquakultursektors. 

Das Zentrum organisiert internationale Trainingsseminare und Industriearbeitsgruppen mit über 100 Teilnehmern aus 40 Aquakulturbetrieben in mehreren EU-Mitgliedstaaten, die Wissensaustausch und gemeinsame Lernmöglichkeiten. 

Zusätzlich alle zwei Jahre Vorträge und Exkursionen werden im TOME-Aquakulturzentrum für rund 50 Studenten der Lettischen Universität für Biowissenschaften und Technologien und der Universität Lettland organisiert.

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Schulung für Aquakultur im Zentrum©Aivars Bērziņš

Brücke zwischen Forschung und Industrie

Aivars Bērziņš, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des BIOR, stellt das Zentrum vor: „Die Innovationsinfrastruktur und das Expertenteam von Tome bieten dem Aquakultursektor hervorragende Einrichtungen, Fachwissen und Beratung, um den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit aller Partner und Interessengruppen zu fördern. Dies ist ein wichtiger Ort, um die Zusammenarbeit zwischen dem Aquakultursektor und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu entwickeln und zu fördern und die bestmögliche Beratung für die Entwicklung und Innovation des Sektors zu bieten.“

Eine Drehscheibe für sektorübergreifende Zusammenarbeit

Das TOME Aquaculture Centre bietet ein umfassendes Spektrum an Technologien in den Bereichen Fischzucht, Gesundheit und Fütterung für Arten wie Karpfen, Quappe und Zander. 

Das Zentrum ist außerdem spezialisiert auf Europäische Welszuchtforschung, die Implementierung von Salzwasser-Kreislaufaquakultursystemen (RAS) und Nachhaltigkeit der Aquakultur.

Kreislaufanlage für Aquakultur (RAS) des Aquakulturzentrums TOME©Aivars Bērziņš

Der Ansatz von TOME soll innovative Lösungen hervorbringen, die in verschiedenen Aquakultursektoren anwendbar sind und es vielen lettischen Unternehmen ermöglichen, ihre landwirtschaftlichen Praktiken zu verfeinern, die Produktion zu steigern und ihr Produktangebot zu diversifizieren. Insbesondere Unternehmen wie Eko Ģilde, Skrunda und Nagļi haben an von TOME organisierten Branchenseminaren teilgenommen, bei denen es um bewährte Praktiken und kritische Themen wie Fischgesundheit, Biosicherheit und Wohlergehen ging.

Darüber hinaus sind Vertreter von Unternehmen wie Oskars, W-4 und Ūdensrosen hat vor Kurzem eine dreitägige Intensivschulung in fortgeschrittenen Karpfenzuchttechniken mit Fachwissen führender tschechischer Aquakulturexperten abgeschlossen. Blauer Kreis und andere führende Vertreter der lettischen Aquakulturbranche profitierten zudem von den Fachseminaren zu Kreislaufsystemen in der Aquakultur und zur Salmonidenzucht, die von finnischen Experten geleitet wurden.

Die Gründung des TOME-Aquakulturzentrums stellt einen Meilenstein im Aquakultursektor Lettlands dar und unterstützt den gesamten Ostseeraum mit einem integrierten und innovativen Ansatz zur nachhaltigen Fischzucht.

Schulung zur Karpfenzucht im TOME Aquakulturzentrum©Aivars Bērziņš

Mehr Infos

Website zum Projekt 

EMFF-Projekt Nr. 19-00-F02201-000002 „Entwicklung des Aquakultur-Innovationsinfrastrukturzentrums von nationaler Bedeutung für die Fischfarm „Tome““ | BIOR

EU-Aquakulturpolitik Überblick über die Aquakultur (Fischzucht) in der EU

EU-Fördermechanismus für die Aquakultur

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