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Lettland

Gazprom stoppt lettisches Gas in der letzten russischen Kürzung für die EU

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Der russische Energieriese Gazprom hat nach eigenen Angaben die Gaslieferungen nach Lettland eingestellt. Lettland ist damit das jüngste EU-Land, in dem es im Zuge der Spannungen um die Ukraine zu solchen Maßnahmen kommt.

Gazprom beschuldigte Lettland des Verstoßes gegen die Einkaufsbedingungen, machte jedoch keine Angaben zu diesem mutmaßlichen Verstoß.

Lettland ist bei Erdgasimporten auf das benachbarte Russland angewiesen, aber Gas macht nur 26 % seines Energieverbrauchs aus.

Unterdessen sagt die Ukraine, sie habe in den letzten 170 Stunden 24 russische Soldaten getötet und Waffendepots in der Gegend von Cherson getroffen.

Die Ukraine hat ihre Bemühungen verstärkt, die Russen aus Cherson, einer wichtigen strategischen Stadt im Süden, zu vertreiben. Die BBC konnte die jüngsten ukrainischen Behauptungen nicht überprüfen.

Das britische Verteidigungsministerium sagt, dass die russischen Streitkräfte wahrscheinlich zwei Pontonbrücken und ein Fährsystem errichtet haben, um Cherson mit Nachschub versorgen zu können, nachdem ukrainische Raketen in den letzten Tagen wichtige Brücken über den Fluss Dnipro beschädigt hatten.

Die EU-Staaten werfen Russland vor, Gasexporte als Vergeltung für weitreichende westliche Sanktionen zu bewaffnen, die wegen seiner Invasion in der Ukraine verhängt wurden.

Die Nato hat die Streitkräfte in Lettland und seinen baltischen Nachbarn Estland und Litauen verstärkt, da die Region seit langem als potenzieller Brennpunkt mit Russland gilt.

In den baltischen Staaten bilden ethnische Russen eine große Minderheit. Diese Staaten – frühere Teile der Sowjetunion – wollen im nächsten Jahr keine russischen Gasimporte mehr tätigen.

Gazprom hat am Mittwoch die Gaslieferungen nach Europa über die Nord Stream-Pipeline drastisch auf etwa 20 % seiner Kapazität reduziert.

Die EU lehnt die Forderung Russlands ab, die Mitgliedsstaaten müssten das Gas von Gazprom in Rubeln und nicht in Euro bezahlen. Die EU betont, es gebe keine vertragliche Bedingung für Rubelzahlungen.

Am Donnerstag sagte der lettische Gasversorger Latvijas Gaze, er kaufe russisches Gas, zahle aber in Euro.

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar und der Verschärfung der westlichen Sanktionen hat Gazprom seine Gaslieferungen an Bulgarien, Finnland, Polen, Dänemark und die Niederlande wegen ausstehender Zahlungen in Rubel eingestellt. Russland hat zudem den Gasverkauf an Shell Energy Europe in Deutschland gestoppt.

Die EU ist nun bestrebt, Gasimporte aus anderen Ländern anzukurbeln, darunter verflüssigtes Erdgas (LNG) aus Norwegen, Katar und den USA.

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