Das Energieministerium des Kosovo teilte am Montag (15. August) mit, dass geplante Stromabschaltungen vorerst abgesagt würden, da es gelungen sei, Strom aus dem benachbarten Albanien zu sichern. Allerdings gab es keine Auskunft darüber, wie lange diese Regelung gelten werde.
Albanien
Das Kosovo hebt die Stromausfälle vorerst auf, nachdem es die albanische Versorgung gesichert hat
Gesamtansicht eines Kraftwerks in der Nähe der Stadt Obilic, Kosovo, 16. Juni 2022.
Das auf Wasserkraft angewiesene Albanien leidet unter einer Dürre und muss zudem Energie importieren.
Zuvor hatte das Energieversorgungsunternehmen des Kosovo, KEDS, um 8:0600 Uhr (XNUMX GMT) mit Stromunterbrechungen wegen mangelnder einheimischer Produktion und hoher Importpreise begonnen.
„Die Verbraucher haben sechs Stunden an und zwei Stunden frei“, sagte KEDS-Sprecher Viktor Buzhala.
Das Kosovo und Albanien haben eine Vereinbarung, Strom zu teilen, wobei die Kosovaren im Winter normalerweise mehr brauchen, um ihre Häuser zu heizen, und die Albaner im Sommer mehr für die Klimaanlage.
Buzhala hatte gesagt, KEDS beziehe nur 500 MWh/h aus Braunkohlekraftwerken und erneuerbaren Energien und der Verbrauch liege bei bis zu 800 MWh/h.
In einer Erklärung vom Sonntag (14. August) hatte KEDS erklärt, dass das Unternehmen und der Übertragungsnetzbetreiber des Landes, KOSTT, sich den Import von Strom nicht leisten könnten und auf die heimische Produktion angewiesen seien.
Etwa 90 Prozent der Stromproduktion im Kosovo erfolgt durch Kohle. Der Energieversorger KEK hat erklärt, fast die Hälfte seiner Generatoren für regelmäßige Wartungsarbeiten abgeschaltet zu haben, um sie auf den Winter vorzubereiten.
Der Stromverbrauch verdoppelt sich tendenziell im Winter.
„Wenn es jetzt schon Stromausfälle gibt, was wird dann im Winter passieren? Werden wir frieren?“, fragt sich der Pristinaer Milaim Berisha.
Ähnliche Stromausfälle wurden im vergangenen Dezember eingeführt, als der Verbrauch auf Rekordniveau stieg, als die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fielen.
Anfang des Monats verhängte das Parlament des Kosovo einen 60-tägigen Energienotstand, um der Regierung die Bewältigung der Krise zu erleichtern, darunter auch Stromausfälle.
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