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Kasachstan

Perspektiven für eine strategische Partnerschaft zwischen Kasachstan und der EU wurden bei einem Runden Tisch in Brüssel erörtert.

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Im Europäischen Institut für Asienstudien (EIAS) in Brüssel fand ein Runder Tisch mit dem Titel „Kasachstan – Europäische Union: Kann diese Partnerschaft mehr leisten – und was ist dafür nötig?“ statt.

Die Veranstaltung, die in einem der renommierten Analysezentren der europäischen Hauptstadt stattfand, war dem 10. Jahrestag der Unterzeichnung des erweiterten Partnerschafts- und Kooperationsabkommens (EPCA) zwischen Kasachstan und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten gewidmet.

Der runde Tisch, an dem Vertreter internationaler und belgischer Analysegemeinschaften sowie des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) teilnahmen, ermöglichte es den Parteien, den aktuellen Stand und die Perspektiven für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und der Europäischen Union zu erörtern.

Der kasachische Botschafter in Brüssel, Roman Vassilenko, eröffnete die Diskussion und betonte, dass Kasachstan und die Europäische Union im vergangenen Jahrzehnt nicht nur eine Partnerschaft, sondern ein ganzes Ökosystem der Zusammenarbeit geschaffen haben. Die EPCA umfasst 29 Bereiche und ist zum Rückgrat unseres gemeinsamen Fortschritts geworden – von Konnektivität und Energiesicherheit bis hin zu Bildung, Klimapolitik und digitaler Innovation.

Der Diplomat merkte an, dass die jüngsten hochrangigen Treffen – darunter der offizielle Besuch des Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, in Astana und das 22. Treffen des Kooperationsrates Kasachstan – EU in Brüssel – unter dem gemeinsamen Vorsitz von Außenminister Yermek Kosherbayev und der Hohen Vertreterin Kaja Kallas – die gleiche Botschaft bestätigten: Beide Seiten sind bereit für die nächste Phase der Zusammenarbeit.

Es wurde besonders hervorgehoben, dass Kasachstan bereit ist, die Zusammenarbeit mit den EU-Partnern bei der Umgestaltung der Transkaspischen Internationalen Transportroute (des sogenannten „Mittleren Korridors“) zu intensivieren, einschließlich ihrer Umwandlung in eine vollständig moderne, effiziente und umweltfreundliche Verkehrsader, die Europa und Asien verbindet.

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Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass Kasachstan und die EU vor Kurzem offiziell Verhandlungen über Abkommen zur Visaerleichterung und zur Rückübernahme aufgenommen haben – ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der bilateralen Beziehungen.

Darüber hinaus wurde das Kooperationspotenzial in den Bereichen Energiewende und Dekarbonisierung, kritische Rohstoffe sowie digitale Transformation, künstliche Intelligenz und digitale Governance hervorgehoben. Kasachstan sieht zudem erhebliches Potenzial für die Zusammenarbeit mit der EU in der Zivilluftfahrt – wo beide Seiten derzeit einen neuen Rechtsrahmen erarbeiten – und im Raumfahrtsektor.

Wie der Botschafter betonte: „Kasachstan und die Europäische Union haben bereits bewiesen, dass wir durch die Bündelung unserer Stärken Ergebnisse mit globaler Wirkung erzielen können – von Stabilität in unseren Regionen über widerstandsfähige Lieferketten bis hin zu grünen Innovationen. Die Frage, die sich heute stellt, lautet: Kann diese Partnerschaft noch mehr erreichen? Meine Antwort ist eindeutig: Ja – sie kann, sie muss und sie wird. Um den zweiten Teil dieser Frage zu beantworten, „Was ist dafür nötig?“, sagen wir: Es bedarf Agilität, langfristigem Denken und des Mutes, in die Infrastruktur und Technologien von morgen zu investieren. Kasachstan steht voll und ganz hinter dieser Vision.“

Vertreter der Expertengemeinschaft und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) betonten die beträchtlichen Perspektiven für die Entwicklung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und der EU in den Bereichen Verkehr, Digitalisierung und kritische Rohstoffe und hoben gleichzeitig die Bedeutung einer weiteren Verbesserung des Investitionsklimas hervor. Sie unterstrichen zudem das Potenzial des Mittleren Korridors und die Schlüsselrolle Kasachstans auf dieser Route.

Referenz: Kasachstan war 2015 das erste zentralasiatische Land, das ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPCA) mit der Europäischen Union unterzeichnete. Der Handelsumsatz zwischen der EU und den zentralasiatischen Ländern belief sich 2024 auf rund 55 Milliarden Euro, wovon über 49 Milliarden Euro auf Kasachstan entfielen.

Heute sind mehr als 4,000 Unternehmen mit europäischem Kapital in Kasachstan tätig, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 200 Milliarden US-Dollar.       

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