Kasachstan
Papst: Kasachstan ist ein Beispiel für Zivilisation und Mut
Am Morgen des 21. September sprach Papst Franziskus über die Ergebnisse seines apostolischen Besuchs in der Republik Kasachstan.
Letzte Woche besuchte ich von Dienstag bis Donnerstag Kasachstan, ein riesiges Land in Zentralasien, anlässlich des 7. Kongresses der Führer der Welt- und traditionellen Religionen. Ich möchte dem Präsidenten der Republik und den anderen kasachischen Behörden erneut meinen Dank für den herzlichen Empfang und die großzügige Sorgfalt bei der Organisation aussprechen. Mein aufrichtiger Dank gilt auch den Bischöfen und allen Mitarbeitern für die großartige Arbeit und insbesondere für die Freude, die mir die Gelegenheit bereitet hat, sie alle zusammen zu treffen und zu sehen.
Wie ich bereits sagte, war der Hauptgrund der Reise die Teilnahme am Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen. Diese Initiative wird seit zwanzig Jahren von den Behörden des Landes umgesetzt, das vor der Welt als Ort der Begegnung und des Dialogs, in diesem Fall auf religiöser Ebene, und damit als Protagonist bei der Förderung des Friedens und der menschlichen Brüderlichkeit auftritt. Es war der siebte Kongress in Folge. Das Land mit 30 Jahren Unabhängigkeit hat bereits alle drei Jahre sieben solcher Kongresse abgehalten. Mit anderen Worten, es stellte die Religionen in den Mittelpunkt der Bemühungen, eine Welt zu schaffen, in der sie einander in Vielfalt zuhören und respektieren. Das ist kein Relativismus, sondern die Fähigkeit zuzuhören und zu respektieren. Dies ist das Verdienst der kasachischen Regierung, die, nachdem sie sich vom Joch des atheistischen Regimes befreit hat, nun den Weg einer Zivilisation anbietet, die Politik und Religion vereint, ohne sie zu vermischen oder zu trennen, und Fundamentalismus und Extremismus unmissverständlich verurteilt. Dies ist die ausgewogene Position der Einheit.
Neben dem Kongress bot mir diese Reise die Gelegenheit, die Behörden Kasachstans und die auf dieser Erde lebende Kirche kennenzulernen.
Wir feierten die Eucharistie in Nur-Sultan, auf dem Gelände des EXPO-2017-Ausstellungsgeländes, umgeben von modernster Architektur. Es war das Fest des Heiligen Kreuzes, und es lässt uns nachdenken: In einer Welt, in der Fortschritt und Rückschritt eng miteinander verwoben sind, bleibt das Kreuz Christi stets der Anker des Heils: ein Zeichen der Hoffnung, das nicht enttäuscht, weil es auf der Liebe Gottes gründet, barmherzig und treu. Wir danken ihm für diese Reise und beten, dass sie reiche Früchte für die Zukunft Kasachstans und für das Leben der Kirche, die auf dieser Erde pilgert, tragen möge. Danke!
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