Kasachstan
Auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg beantwortet Kasachstans Präsident schwierige Fragen zur internationalen Agenda und Beziehungen
Der Präsident von Kasachstan, Kassym Jomart Tokayev, nahm an der Plenarsitzung des 25. Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg mit dem Titel „Die neue Welt und die neuen Möglichkeiten“ teil.
Der russische Präsident Wladimir Putin sprach auf der Plenarsitzung zusammen mit dem kasachischen Staatschef.
Teilnahme auch per Videokonferenz. Xi Jinping, der Präsident von China, schickte eine Videobotschaft an die Teilnehmer.
Tokajew betonte, dass das Forum inmitten zunehmender politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen stattfindet. Globale Schocks infolge der Pandemie und wachsende geopolitische Spannungen haben eine neue Realität geschaffen. Die Ära der Regionalisierung hat die Globalisierung mit all ihren Schwächen und Vorzügen abgelöst. Die Neuformatierung alter Wirtschaftsmodelle und Handelswege vollzieht sich jedoch in zunehmendem Tempo. Die Welt verändert sich schnell. Der kasachische Präsident erklärte, dass sich die Welt die meiste Zeit zum Schlechteren verändere.
Tokajew sprach über die umfassenden wirtschaftlichen und politischen Reformen in Kasachstan. Diese Reformen zielen darauf ab, die öffentliche Verwaltung wiederzubeleben und ein neues und gerechtes Kasachstan aufzubauen. Wir konzentrieren unsere Bemühungen darauf, sicherzustellen, dass das Wirtschaftswachstum einen proportionalen Effekt auf die Verbesserung des Wohlergehens der Bürger hat.. Der Präsident von Kasachstan erklärte, dass wir darauf abzielen, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen nachhaltig zu entwickeln, neue Produktionsstätten zu eröffnen, Bedingungen für das Wachstum der Humanressourcen zu schaffen und Innovationen einzuführen.
Tokajew forderte die Stärkung der Eurasischen Wirtschaftsunion als vorrangige Aufgabe. Er sagte, es sei angemessen und sinnvoll, eine neue Handelsstrategie für die EAWU zu entwickeln, die die neuen Realitäten berücksichtigt. Gegensanktionen würden wahrscheinlich keine Ergebnisse bringen, und wir sollten stattdessen eine aktivere, flexiblere und umfassendere Handelspolitik verfolgen, die die asiatischen und nahöstlichen Märkte umfassend abdeckt.
Er betonte auch die Bedeutung des Ausbaus der Handels- und Wirtschaftskooperation mit anderen Ländern. Tokajew sagte, es sei möglich, dass traditionell befreundete Länder wie China, Indien und Staaten Süd- und Südostasiens im nächsten Jahrzehnt zu wichtigen Investoren in der regionalen Wirtschaft werden. China ist bereits Kasachstans wichtigster Wirtschafts- und AußenhandelspartnerIn den letzten 15 Jahren hat dieses Land mehr als 22 Milliarden Dollar in unsere Wirtschaft investiert. Der Präsident erklärte, dass die multilaterale Zusammenarbeit Chinas eine wichtige Aufgabe für das Land sei.
Der Führer von Kasachstan berührte in seiner Rede verwandte Themen.
Klimawandel. Er sprach über Pläne, die Möglichkeiten zu erweitern.
Grüne Investitionen werden gefördert und Lösungen für Umweltprobleme gesucht. Das erklärte der Präsident Wir arbeiten daran, die Energieintensität des BIP zu senken und den Sektor der erneuerbaren Energien auszubauen und die Transitverluste in diesem Abschnitt zu verringern ...,".
Tokajew bezeichnete außerdem hochwertiges Humankapital und einen konstruktiven interkulturellen Dialog als verlässliche Quellen für Wirtschaftswachstum. Er bekräftigte zudem sein Engagement für die kulturelle Vielfalt Kasachstans und förderte den interkulturellen Dialog auf internationaler Ebene. Er wird über den Kongress der Führer der Welt- und traditionellen Religionen im September berichten.
Das erklärte Tokajew Der Aufbau eines wirtschaftlich stabilen, friedlichen und wohlhabenden Eurasiens wäre ein starker Faktor für nachhaltige Entwicklung und integratives Wachstum weltweit.
Im Anschluss an die Präsentationen der Referenten fand eine offene Diskussion im Frage-Antwort-Format statt.
Tokayev beantwortete insbesondere die Frage nach der Haltung Kasachstans zur russischen „speziellen Militäroperation“ in der Ukraine. Obwohl es viele Meinungen gibt, haben wir eine offene GesellschaftDie UN-Charta ist modernes Völkerrecht. Zwei Prinzipien der UN-Charta widersprachen sich: die territoriale Integrität und das Recht auf Selbstbestimmung. Diese Prinzipien widersprechen sich, daher gibt es viele Interpretationen“, sagte er. Er erklärte, wenn einem Staat das Recht auf Selbstbestimmung zugestanden würde, gäbe es mehr als 500 Länder auf der Erde. Wir erkennen Taiwan, Kosovo, Südossetien oder Abchasien nicht an. Er erklärte, dieses Prinzip gelte auch für quasistaatliche Einheiten. Diese Einheiten sind unserer Meinung nach Luhansk oder Donezk.“
Tokajew erklärte, er wolle „einige Behauptungen zu Aussagen einiger russischer Parlamentsabgeordneter, absolut unrichtigen Aussagen über Kasachstan sowie ungenauen Aussagen von Journalisten und Künstlern vorbringen“. Tokajew sagte: „Ich bin dankbar, dass Wladimir Putin heute die Position der obersten Führung, des Kremls, in Bezug auf Kasachstan und andere Länder und insbesondere mein Land umfassend dargelegt hat.“ „Wir haben keine Probleme, die auf irgendeine Weise aufgeheizt werden könnten, die Zwietracht zwischen unseren Völkern säen und damit unseren Völkern und der Russischen Föderation schaden könnten.“ Diese Aussagen sind mir nicht verständlich. „Ich verstehe nicht, warum diese Leute die Entscheidungen der kasachischen Führung und die Ereignisse in unserem Land auf seltsame Weise kommentieren“, erklärte Präsident Tokajew.
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