Vernetzen Sie sich mit uns

Italien

Die EKR-Abgeordneten befragen die Europäische Kommission zu Herz-Kreislauf-Gesundheit und Ernährung und propagieren die mediterrane Ernährung als Alternative zu hochverarbeiteten Lebensmitteln als Schlüssel zur Bekämpfung von Fettleibigkeit.

SHARE:

Veröffentlicht

on

Wir nutzen Ihre Anmeldung, um Ihnen Inhalte auf die von Ihnen gewünschte Weise bereitzustellen und um Sie besser zu verstehen. Sie können sich jederzeit abmelden.

Der Europaabgeordnete Carlo Ciccioli hat in Abstimmung mit Carlo Fidanza, dem Leiter der Delegation der Fratelli d'Italia (der Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni innerhalb der EKR-Fraktion) im Europäischen Parlament, und seinen Kollegen aus dem Ausschuss für öffentliche Gesundheit des Parlaments, den Europaabgeordneten Ruggero Razza und Michele Picaro, eine parlamentarische Anfrage an die Europäische Kommission gerichtet. Darin wird gefragt, welche konkreten Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Plans „Sichere Herzen“, der von der Kommission im Dezember 2025 verabschiedet wurde, bereits vorgesehen sind, um Fettleibigkeit – insbesondere Fettleibigkeit im Kindesalter – zu bekämpfen und die mediterrane Ernährung als Eckpfeiler der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu fördern.

Die parlamentarische Anfrage lenkt die Aufmerksamkeit auf den stetigen Anstieg von Übergewicht in ganz Europa, das mittlerweile als einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und zahlreiche andere chronische Erkrankungen gilt. Heute ist mehr als die Hälfte der europäischen Erwachsenen übergewichtig, und Übergewicht hat sich durch Bluthochdruck, Insulinresistenz und systemische Entzündungen zu einer der Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt.

Auch die zunehmende Fettleibigkeit im Kindesalter gibt Anlass zur Sorge: Rund jedes vierte Kind im Alter von 7 bis 9 Jahren ist übergewichtig und jedes zehnte fettleibig, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits in jungen Jahren erhöht. Mit ihrer parlamentarischen Anfrage fragen die Abgeordneten die Kommission, welche konkreten Bildungs- und Regulierungsmaßnahmen sie im Rahmen des Plans „Sichere Herzen“ ergreifen will, um die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch verstärkte Prävention, Ernährungsaufklärung und die Förderung eines gesunden Lebensstils anzugehen.

„Diese Initiative bekräftigt das Engagement der Delegation der Fratelli d’Italia und ihrer Vertreter im Ausschuss für öffentliche Gesundheit, die Präventionspolitik der Europäischen Union zu stärken, indem sie die mediterrane Ernährung als Vorbild für die Gesundheit der europäischen Bürger fördert“, so die Erklärung der Abgeordneten. In Brüssel wird zunehmend intensiv darüber diskutiert, wie eine der Hauptursachen für Fettleibigkeit in Europa bekämpft werden kann: der steigende Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln. Auch die Rolle von zugesetztem Zucker, hochverarbeiteten Lebensmitteln und Alkoholkonsum steht im Fokus – Faktoren, die maßgeblich zu vermeidbaren Todesfällen beitragen. Jährlich werden in der Europäischen Union rund 300,000 Todesfälle durch diese Faktoren registriert.

Laut einer Konsensuserklärung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) aus dem Jahr 2026 ist ein hoher Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln eng mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Erwachsene mit dem höchsten Konsum haben im Vergleich zu Personen, die sich traditionell mediterran ernähren, ein bis zu 19 % höheres Risiko für koronare Herzkrankheit, ein um 13 % höheres Risiko für Vorhofflimmern und ein bis zu 65 % höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

Experten zufolge stellt die mediterrane Ernährung – basierend auf frischen Lebensmitteln und frei von hochverarbeiteten Produkten – das wirksamste Ernährungsmodell zur Vorbeugung von Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Aus diesem Grund fragen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auch, ob die Kommission Übergewicht als wichtigsten zugrunde liegenden Risikofaktor für Herzerkrankungen anerkennt und welche konkreten Initiativen sie ergreifen will, um die mediterrane Ernährung wirksam zu fördern.

Teile diesen Artikel:

Teilen:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .

Trending