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Gaza-Streifen

Gemeinsame Erklärung zur humanitären Lage im Gazastreifen

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Das humanitäre Leid in Gaza hat unvorstellbare Ausmaße angenommen. Vor unseren Augen breitet sich eine Hungersnot aus. Es bedarf dringender Maßnahmen, um den Hunger zu stoppen und umzukehren. Der humanitäre Raum muss geschützt werden, und Hilfe darf niemals politisiert werden.

Aufgrund restriktiver neuer Registrierungsvorschriften könnten wichtige internationale NGOs jedoch gezwungen sein, die besetzten palästinensischen Gebiete (OPTs) unmittelbar zu verlassen, was die humanitäre Lage noch weiter verschlechtern würde. Wir fordern die israelische Regierung auf, alle Hilfslieferungen internationaler NGOs zu genehmigen und wichtige humanitäre Akteure von der Arbeit auszuschließen. Es müssen sofortige, dauerhafte und konkrete Schritte unternommen werden, um den Vereinten Nationen, internationalen NGOs und humanitären Partnern einen sicheren und umfassenden Zugang zu ermöglichen. Alle Übergänge und Routen müssen genutzt werden, um Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Unterkünfte, Treibstoff, sauberes Wasser, Medikamente und medizinische Ausrüstung nach Gaza fließen zu lassen. An den Verteilungsstellen darf keine tödliche Gewalt angewendet werden, und Zivilisten, humanitäre Helfer und medizinisches Personal müssen geschützt werden. 

Wir sind den USA, Katar und Ägypten für ihre Bemühungen um einen Waffenstillstand und den Frieden dankbar. Wir brauchen einen Waffenstillstand, der den Krieg beenden kann, die Freilassung der Geiseln und die ungehinderte Versorgung des Gazastreifens über den Landweg.

Diese Erklärung wurde unterzeichnet von:

Die Außenminister von Australien, Belgien, Kanada, Zypern, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Irland, Italien*, Japan, Lettland*, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

Kaja Kallas, Dubravka Šuica und Hadja Lahbib.

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