Gaza-Streifen
EU koordiniert weitere sechs humanitäre Luftbrückenflüge für Gaza
Die EU arbeitet weiterhin rund um die Uhr daran, humanitäre Hilfe nach Gaza zu leiten. Für die kommenden Tage sind nun weitere sechs humanitäre Luftbrückenflüge der EU geplant. Davon sollen heute und morgen zwei Flüge aus Brindisi, Italien, starten und 55 Tonnen an von der EU an das Welternährungsprogramm gespendeten Artikeln befördern.
Die Ladung umfasst logistische Gegenstände wie eine mobile Lagereinheit, Kühlkettenvorräte und andere Gegenstände, die die Kapazität humanitärer Organisationen erhöhen werden, um eine effizientere Reaktion für die Menschen in Gaza zu gewährleisten. Weitere drei Flüge sollen nächste Woche in Bukarest starten und von Rumänien gespendetes Schutzmaterial wie Zelte und Matratzen transportieren. Der verbleibende Flug wird noch in diesem Monat in Ostende (Belgien) starten und Hilfsgüter von UN-Organisationen und anderen humanitären Partnern transportieren.
Präsidentin Ursula von der Leyen sagte: „Die Europäische Union war schon immer der größte internationale Geber für das palästinensische Volk. Wir engagieren uns weiterhin für die humanitären Bedürfnisse der Menschen in Gaza. Deshalb organisieren wir weitere Hilfsflüge, um möglichst vielen Zivilisten Hilfe zu bringen. Acht Flüge mit dringend benötigten Hilfsgütern haben Ägypten bereits erreicht, sechs weitere sind für die kommenden Tage geplant. Gleichzeitig arbeiten wir an ergänzenden Routen, etwa einem Seekorridor.“
Krisenmanagement-Kommissar Janez Lenarčič (Abbildung) sagte: „Wir erleben eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen. Während die Europäische Kommission ihre humanitären Mittel im letzten Monat vervierfacht hat, leisten wir unseren humanitären Partnern vor Ort auch logistische Unterstützung, unter anderem durch die Durchführung einer humanitären Luftbrückenoperation der EU nach Ägypten, die wichtige humanitäre Hilfsgüter für die Menschen im Gazastreifen transportiert. Die größte Herausforderung für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen und unsere humanitären Partner ist jedoch der dramatisch unzureichende und unsichere Zugang zu humanitärer Hilfe. Ich kann nicht oft genug betonen, wie dringend es ist, dass die Kriegsparteien endlich den zahlreichen Forderungen nach uneingeschränktem und nachhaltigem humanitärem Zugang Folge leisten, einschließlich der Bereitstellung von dringend benötigtem Treibstoff für Krankenhäuser, Bäckereien, Wasserstationen und humanitäre Hilfe. Und ich bedauere zutiefst die extrem hohe Zahl der Todesopfer unter den dortigen Hilfskräften. Um ihre Sicherheit während ihrer lebensrettenden Bemühungen zu gewährleisten, müssen die Kriegsparteien dringend sinnvolle humanitäre Pausen klar definieren und einhalten.“
Insgesamt sind damit in den letzten Wochen 14 Luftbrückenflüge der EU angelaufen, wobei über 550 Tonnen Nothilfe für die Menschen in Gaza nach Ägypten transportiert wurden, um dort schnell über den Grenzübergang Rafah verteilt zu werden.
Die Pressemitteilung ist verfügbar Online.
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