Israel
Borrell von der EU kritisiert den israelischen Minister Smotrich für seine Äußerungen zum palästinensischen Volk
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell hat den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich verprügelt (im Bild) für seine Bemerkungen, dass es „so etwas wie das palästinensische Volk nicht gibt", schreibt Yossi Lempkowicz.
Smotrich äußerte sich am Sonntag (19. März), als er bei einem privaten Gedenkgottesdienst in Paris für den rechten Aktivisten und Vorstandsmitglied der Jewish Agency, Jacques Kupfer, sprach.
Er erklärte, das palästinensische Volk sei eine „Erfindung“ des letzten Jahrhunderts und Menschen wie er und seine Großeltern die „echten Palästinenser“.
„Nach 2,000 Jahren Exil kehrt das Volk Israel nach Hause zurück, und es gibt Araber, denen das nicht gefällt. Was tun sie also? Sie erfinden ein fiktives Volk und beanspruchen fiktive Rechte im Land Israel, nur um die zionistische Bewegung zu bekämpfen“, sagte er.
Er fuhr fort: „Diese Wahrheit sollte hier im Elysée-Palast gehört werden. Diese Wahrheit sollte auch von den etwas verwirrten Juden im Staat Israel gehört werden. Diese Wahrheit sollte im Weißen Haus in Washington gehört werden. Die ganze Welt muss diese Wahrheit hören, weil sie is die Wahrheit – und die Wahrheit wird siegen.“
Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen der EU-Außenminister am Montag um eine Reaktion auf Smotrichs Äußerungen gebeten, bezeichnete Borrell diese als „gefährlich“, „inakzeptabel“, „unverantwortlich“ und „kontraproduktiv, insbesondere in der ohnehin schon angespannten Lage“. „Können Sie sich vorstellen, ein palästinensischer Führer würde sagen, der israelische Staat existiere nicht“, sagte Borrell. „Wie wäre die Reaktion gewesen?“, fragte er.
Der Hohe Repräsentant für Außenpolitik sagte, Smotrichs Kommentare „gehen erneut in die entgegengesetzte Richtung und können nicht toleriert werden“.
„Ich fordere die israelische Regierung auf, diese Äußerungen zurückzunehmen und mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um die Spannungen abzubauen“, fügte er hinzu. „Es ist nicht das erste Mal, dass ich unsere Besorgnis über die eskalierende Gewalt vor Ort zum Ausdruck bringen muss. Die EU hat sich stets für deeskalierende und nicht für provokante Maßnahmen eingesetzt.“
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