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Entwicklungen und Forschung zur Beschäftigung von Migranten in Deutschland

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Evaluierung des Gesetzes über qualifizierte Einwanderung  

Der Deutsche Bundestag (Abgeordnetenhaus) veröffentlichte eine Bewertung des Gesetzes über qualifizierte Einwanderung.  

Das 2023 eingeführte Gesetz zielt darauf ab, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und deren Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Zu den Reformen gehören die „Chancenkarte“, die es Nicht-EU-Bürgern ermöglicht, zur Arbeitssuche nach Deutschland einzureisen, und die „Erfahrungssäule“, die sich an Bewerber mit einschlägiger Berufserfahrung, aber nicht anerkannten Abschlüssen richtet. Zwischen Juni 2024 und November 2025 stellten deutsche Auslandsvertretungen entsprechende Bescheinigungen aus. 17,489 Gelegenheitskarten , 838 Visa im Rahmen der Säule „Erfahrung“Dies wurde durch Maßnahmen ergänzt, die die Anerkennung von Qualifikationen und den Zugang zu Beschäftigung erleichtern sollten. 

Pläne für eine zentrale Agentur zur Anwerbung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte 

Deutschland steht vor einem zunehmenden Fachkräftemangel, da viele kurz vor dem Ruhestand stehen. Um dem entgegenzuwirken, kündigte Arbeitsministerin Bärbel Bas die Schaffung eines „Arbeits- und Aufenthaltsagentur“ Die digitale Plattform soll die Visa- und Aufenthaltsgenehmigungsverfahren für Fachkräfte mit Migrationshintergrund vereinfachen. Sie zentralisiert Anträge, Dokumente und die Koordination zwischen den Behörden und erleichtert so den Zugang für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, einschließlich kleiner und familiengeführter Unternehmen.  

Rund 300.000 Drittstaatsangehörige besitzen derzeit eine Arbeitserlaubnis. Experten schätzen, dass jährlich Hunderttausende neue Fachkräfte benötigt werden, um den langfristigen Bedarf des Arbeitsmarktes zu decken. Die Agentur bewertet zwar selbst keine ausländischen Qualifikationen, wird aber die Arbeitsmigration vereinfachen und die Integration ausländischer Fachkräfte in die deutsche Wirtschaft und den deutschen Arbeitsmarkt unterstützen. 

Die Beschäftigung von Flüchtlingen steigt weiter an 

Die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) Die Studie zeigt, dass 64 Prozent der 2015 angekommenen Flüchtlinge bis 2024 eine Beschäftigung fanden und damit fast die nationale Beschäftigungsquote von 70 Prozent erreichten. Rund 90 Prozent der erwerbstätigen Flüchtlinge hatten reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse oder waren selbstständig. Die Integration wird von Faktoren wie Aufenthaltsdauer, Bildung, Sprachkenntnissen und den regionalen Arbeitsmarktbedingungen beeinflusst. 

Monatliche Daten der Federal Employment Agency Die Prognosen für Oktober 2025 gehen von fast 800,000 erwerbstätigen Flüchtlingen aus Afghanistan, Irak, Syrien, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria und Pakistan aus, davon 695,000 in regulären Arbeitsverhältnissen und 104,500 in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die Beschäftigungsquote (50.2 Prozent) übersteigt den Anteil derjenigen, die Grundsicherung beziehen (41.9 Prozent) oder als arbeitslos gemeldet sind (27 Prozent). Längerer Wohnsitz korreliert mit höherer Beschäftigung.Viele Flüchtlinge bleiben jedoch in gering- oder angelernten Berufen. 

OECD-Bericht unterstreicht die Notwendigkeit der Unterstützung des sozialen Aufstiegs von Migranten. 

Die OECDs Internationaler Migrationsausblick 2025 Die Studie verdeutlicht, dass Migranten in Deutschland mit bestimmten Hindernissen für ihren wirtschaftlichen Aufstieg konfrontiert sind. Ihre Einstiegsgehälter liegen im Durchschnitt 34 % niedriger als die von einheimischen Arbeitnehmern mit vergleichbarer Qualifikation, was vor allem auf die Konzentration in Niedriglohnbranchen zurückzuführen ist. Zwar verbessern sich die Einkommen im Laufe der Zeit, doch strukturelle Ungleichheiten behindern für einige den beruflichen Aufstieg.  

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Der Bericht unterstreicht die Rolle der Arbeitgeber bei der Anerkennung von Qualifikationen, der Weiterbildung und dem beruflichen Aufstieg. Rund 77 % der Migranten in OECD-Ländern sind erwerbstätig und weisen damit eine hohe Erwerbsbeteiligung auf. Die Stärkung der sozialen Mobilität durch inklusive Arbeitsplätze und gezielte Karriereförderung ist laut dem Dokument entscheidend für die Integration und die Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland. 

Neue Studie über das ungenutzte Potenzial von Migrantinnen 

neue Studie Eine Studie des Kompetenzzentrums Fachsicherung (KOFA) zeigt, dass Migrantinnen ein erhebliches Potenzial zur Behebung des Fachkräftemangels in Deutschland darstellen. Im Jahr 2024 waren in Deutschland rund 520.000 Migrantinnen arbeitslos, viele von ihnen jünger als der Durchschnitt und für die verfügbaren Stellen überqualifiziert. Laut der Studie könnten etwa 530.000 Migrantinnen den Fachkräftemangel in der Gesundheitsversorgung, der Altenpflege und der frühkindlichen Bildung beheben. Gezielte Maßnahmen wie die Anerkennung von Qualifikationen, Weiterbildungsangebote, flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmöglichkeiten und Kinderbetreuung könnten ihre Integration in den Arbeitsmarkt verbessern, ihre Beteiligung in kritischen Sektoren erhöhen und dazu beitragen, den Druck des demografischen Wandels zu verringern. 

Bericht über das Armutsrisiko unter Migranten und Flüchtlingen 

aktuelle Analyse Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass das allgemeine Armutsrisiko in Deutschland weiterhin bei etwa 17 % liegt, während Menschen mit Migrationshintergrund einem Risiko von über 24 % ausgesetzt sind. Flüchtlinge sind besonders betroffen: 63.7 % von ihnen werden im Jahr 2022 als gefährdet gelten. Am stärksten betroffen sind Arbeitslose mit 71 %.  

Laut dem Bericht stehen hohe Armutsraten in engem Zusammenhang mit mangelnder Integration in den Arbeitsmarkt, schlecht bezahlten oder unpassenden Arbeitsplätzen, der langsamen Anerkennung ausländischer Qualifikationen und Sprachbarrieren. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Verbesserung der Integration, darunter der Zugang zu beruflicher Bildung, die schnellere Anerkennung von Qualifikationen und stabile Beschäftigungsmöglichkeiten für Migranten und Flüchtlinge.  

Studie zur Darstellung von Kriminalität und Migration in deutschen Medien 

A kürzlich veröffentlichte Studie Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass deutsche Medien nicht-deutsche Tatverdächtige in der Kriminalberichterstattung überrepräsentieren. Im Jahr 2024 waren etwa 34 % der Tatverdächtigen bei Gewaltverbrechen nicht deutscher Herkunft, dennoch konzentrierten sich über 90 % der Nachrichtenberichte, die die Herkunft erwähnten, auf Migranten.  

Laut dem veröffentlichten Bericht wurden von den rund 12 Millionen Migranten in Deutschland nur 700.000 (weniger als 10 %) als Verdächtige geführt. Die Studie hebt die Diskrepanz zwischen offizieller Statistik und Medienberichterstattung hervor und weist auf die potenziell negativen Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung von Migranten hin. Neue Regelungen im Freistaat Bayern verpflichten die Polizei zur Offenlegung der Nationalität von Verdächtigen. Experten warnen davor, dass dies die Wahrnehmung weiter verzerren und den sozialen Zusammenhalt sowie die Integration von Migrantengemeinschaften beeinträchtigen könnte. 

DIW-Bericht über Flüchtlingsintegration, Einbürgerung und kindliche Entwicklung 

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) eine Studie veröffentlicht, Eine Studie untersucht verschiedene Aspekte der Integration zehn Jahre nach dem Anstieg der Flüchtlingszahlen in Deutschland zwischen 2013 und 2019. Laut Bericht berichten viele Geflüchtete in Deutschland seit ihrer Ankunft von einem geringeren Gefühl der Willkommenheit und anhaltenden Diskriminierungserfahrungen, insbesondere bei der Wohnungssuche. Trotz dieser Herausforderungen äußern die meisten den Wunsch, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Zwischen 2021 und 2023 stieg der Anteil eingebürgerter Geflüchteter von 2.1 % auf 7.5 %. 

Die Studie untersuchte auch in Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten. Während ihr Gesundheitszustand bei der Geburt mit dem anderer Kinder vergleichbar ist, zeigen sich im Laufe der Zeit Unterschiede in Sprache, Motorik und sozialer Entwicklung. Diese werden durch sozioökonomische Faktoren wie die Bildung, Erwerbstätigkeit und psychische Gesundheit der Mutter sowie den Zugang zu frühkindlicher Bildung beeinflusst. Die Forschenden betonen, dass die langfristige Integration von Maßnahmen abhängt, die Chancengleichheit, Bildung und Beschäftigung fördern und so die bürgerschaftliche Teilhabe, die soziale Inklusion und ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl für Geflüchtete und ihre Kinder stärken. 

DeZIM-Bericht über Auswanderungsabsichten in Deutschland 

neue Studie Eine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zeigt, dass zwischen Sommer 2024 und 2025 rund 21 % der Deutschen einen langfristigen Auslandsaufenthalt in Erwägung zogen. Die Auswanderungsabsichten waren bei Einwanderern der ersten Generation (34 %) und deren Nachkommen (37 %) höher als bei Personen ohne Migrationshintergrund (17 %). Am ehesten erwogen Menschen mit familiären Verbindungen zur Türkei oder zur MENA-Region (39 %) eine Auswanderung, gefolgt von Personen mit Wurzeln in der ehemaligen Sowjetunion (31 %) und EU-Ländern (28 %). Hauptmotivation war die Aussicht auf eine höhere Lebensqualität, verbunden mit wahrgenommener Diskriminierung. Nur 2 % der Befragten gaben an, innerhalb eines Jahres konkrete Pläne zu haben, Deutschland zu verlassen. 

Deutschland unterzeichnet Abkommen mit Indien über faire Anwerbung von Pflegekräften 

Die deutsche Regierung unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Indien Ziel der Vereinbarung ist die Rekrutierung von Pflegefachkräften, um dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken und die Integration in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen. Die Vereinbarung legt gemeinsame Standards für Rekrutierung und Ausbildung fest und zielt darauf ab, langwierige Anerkennungsverfahren zu verkürzen. Die Schulungen finden in Indien statt und umfassen kostenlose Deutschkurse bis zum Niveau B2 sowie interkulturelle Vorbereitung. 

Im Rahmen des Modells der Globalen Kompetenzpartnerschaften werden deutsche und indische Bildungseinrichtungen gemeinsam ihre Lehrpläne an die deutschen Zulassungsvoraussetzungen anpassen und gleichzeitig die indischen Ausbildungsstandards wahren. Das Programm folgt den Grundsätzen einer fairen Rekrutierung: Es ist transparent, für Bewerber kostenlos und auf die Bedürfnisse der Länder abgestimmt. der Qualitätsrahmen „Fair Recruitment Care Germany“

Die Initiative soll eine nachhaltige Rekrutierung gewährleisten, die bilaterale Zusammenarbeit stärken und die langfristige Integration qualifizierter Pflegekräfte in das deutsche Gesundheitssystem erleichtern. 

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