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Deutschland setzt Eckpfeiler für liberale Migrationsreformen - Regierungsquelle

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Die deutsche Regierungskoalition hat die Grundlagen für eine Reform des Einwanderungssystems geschaffen. Dies werde Deutschland für qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver machen und Tausende von Stellen auf dem Arbeitsmarkt besetzen, teilte eine Regierungsquelle am Freitag (21. Oktober) mit.

Einer Quelle zufolge sollen die Reformen die Einführung einer „Chancenkarte“ beinhalten, die es Menschen ermöglicht, mithilfe eines Punktesystems in Deutschland nach Arbeitsplätzen zu suchen. Bewertet werden dabei Sprachkenntnisse, Berufserfahrung und eine Verbindung zu Deutschland.

Deutschlands Innenminister und die Arbeitsminister sind entschlossen, Europas größte Volkswirtschaft zu einem Einwanderungsziel zu machen. Mit der steigenden Nachfrage nach Fachkräften wächst auch die Rentenversicherung. Dies gefährdet das Wirtschaftswachstum und stellt eine demografische Zeitbombe dar.

Arbeitsminister Hubertus Heil sagte, Deutschland brauche Fachkräfte, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Laut einer Studie des Arbeitsministeriums wird die Lücke zwischen Fachkräftenachfrage und -angebot bis 240,000 auf etwa 2026 wachsen.

Diese Eckpunkte werden Mitte November vom Kabinett beschlossen. Laut einer Quelle soll ein Gesetzesentwurf im ersten Quartal des nächsten Jahres veröffentlicht werden.

Zu den Reformen gehören die Erleichterung des Verfahrens zur Anerkennung von Qualifikationen von Ausländern, die Erlangung längerfristiger Aufenthaltstitel bei Beschäftigung und die Beseitigung von Hindernissen für die langfristige Rekrutierung von Spitzenwissenschaftlern.

Wer zum Sprachenlernen nach Deutschland kommt, soll in Teilzeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Hochschulabsolventen und Berufstätige sollten niedrigere Mindestlöhne haben, um Anspruch auf die EU-weite Blaue Karte zu haben.

Die Bundesagentur für Arbeit benötigt keine Bescheinigung mehr, dass kein ausländischer Bewerber durch einen deutschen Bewerber ersetzt wird, um die Vorrangprüfung für Ausländer, die nach Deutschland einreisen, um eine Ausbildung zu beginnen, aufzuheben.

Qualifizierte Nicht-EU-Bürger sollten ohne Anerkennung ihrer Berufsqualifikation nach Deutschland einreisen dürfen.

Berlin erwägt für den Fall eines akuten Arbeitskräftemangels in bestimmten Branchen sogar eine „kontingentierte, befristete Einreise ohne Rücksicht auf die Qualifikation“.

Deutschland plant, sein Angebot an Sprachkursen im Ausland auszubauen und erschwinglicher zu machen. Es ist geplant, die Zahl der Berufsbildungsangebote mit integriertem Deutschlernen, insbesondere im Pflegebereich, zu erhöhen.

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