Deutschland
„Böswillige und gezielte“ Sabotage legt Bahnverkehr in Norddeutschland lahm
Für das Schienennetz wichtige Kabel wurden an zwei Stellen bewusst durchtrennt, was zu einem dreistündigen Stillstand des gesamten Schienenverkehrs in Norddeutschland führte. Dies war ein mutmaßlicher Sabotageakt, aber die Behörden haben nicht identifiziert, wer dafür verantwortlich sein könnte.
Laut Innenministerin Nancy Faeser ermittelt derzeit die Bundespolizei zu dem Vorfall. Sie fügte hinzu, dass das Motiv nicht klar sei.
Die Alarmglocken schrillten, nachdem die NATO und die EU im vergangenen Monat die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastrukturen betont hatten was sie nannten Sabotageakte an den Gaspipelines von Nord Stream.
Verkehrsminister Volker Wissing sagte, es sei klar, dass der Angriff gezielt und böswillig sei.
Laut Sicherheitsquellen gibt es viele mögliche Gründe für den Angriff. Dabei kann es sich um alles Mögliche handeln, vom gewöhnlichen Kabeldiebstahl bis hin zu gezielten Angriffen.
Omid Nouripour (Vorsitzender der Grünen, die Teil der Koalition von Bundeskanzler Olaf Scholz ist) sagte, dass jeder Angriff auf die kritische Infrastruktur des Landes mit einer „entschiedenen Reaktion“ beantwortet würde.
Auf Twitter schrieb er: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“
CHAOS VOR DEM WAHLTAG
Die Deutsche Bahn teilte in einer Mitteilung mit, dass sie heute Morgen den Bahnverkehr im Norden wegen Sabotage von für den Bahnverkehr lebenswichtigen Kabeln einstellen musste.
Die Deutsche Bahn (DB) hatte zuvor ein technisches Problem mit dem Funkverkehr für die Störung ihres Netzes verantwortlich gemacht. Das Magazin Spiegel berichtete, dass das Kommunikationssystem gegen 6:40 Uhr (0440 GMT) zusammenbrach. Die DB twitterte um 11:06 Uhr, dass der Verkehr wiederhergestellt sei, warnte aber vor anhaltenden Verspätungen und Ausfällen.
Die Störung führte zu Verzögerungen im Schienenverkehr zwischen Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Dies hatte Auswirkungen auf internationale Bahnreisen nach Dänemark oder in die Niederlande.
Sie kamen nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen an, bei der Scholz‘ Sozialdemokraten voraussichtlich an der Macht bleiben werden. Umfragen zufolge hat sich der Stimmenanteil der Grünen verdoppelt.
Da die Abfahrtstafeln viele Ausfälle oder Verspätungen aufzeigten, wuchsen die Warteschlangen an Fernbahnhöfen wie Berlin und Hannover schnell.
Teile diesen Artikel:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .
-
Duty-Free-PreisVor 5 TagenEuropäische Operation zerschlägt illegales Zigarettennetzwerk im Wert von 10 Millionen Euro in Spanien
-
EnergiemarktVor 4 TagenDie Task Force für die Energieunion zieht Bilanz zur Versorgungssicherheit mit Öl und Gas in der EU.
-
KasachstanVor 4 TagenAIFC wird die Astana Finance Days 2026 im September ausrichten.
-
KashmirVor 5 TagenDie Lehre aus Srebrenica lautet Prävention. Warum wendet die Welt sie nicht auf Kaschmir an?
