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Katastrophen

Explosion im deutschen Industriepark tötet zwei, mehrere werden vermisst

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Bei einer Explosion in einem deutschen Industriepark am Dienstag (27. Juli) kamen mindestens zwei Menschen ums Leben und 31 wurden verletzt. Dabei entstand ein heftiger Brand, der eine Rauchwolke über die westliche Stadt Leverkusen schleuderte. Mehrere Personen wurden noch vermisst, schreiben Maria Sheahan, Madeline Chambers und Caroline Copley, Reuters.

Rettungskräfte brauchten drei Stunden, um das Feuer auf dem Chempark-Gelände des Chemiekonzerns Bayer . zu löschen (BAYGn.DE) und Lanxess (LXSG.DE), das nach der Explosion um 9 Uhr (40 Uhr GMT) aufflammte, teilte der Parkbetreiber Currenta mit.

„Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen“, sagte Chempark-Chef Lars Friedrich. „Wir suchen noch immer nach den Vermissten, aber die Hoffnung, sie lebend zu finden, schwindet“, fügte er hinzu.

Laut Polizei waren fünf der 31 Verletzten schwer genug betroffen, um eine Intensivpflege zu benötigen.

„Dies ist ein tragischer Moment für die Stadt Leverkusen“, sagte Uwe Richrath, Bürgermeister der nördlich von Köln gelegenen Stadt.

Das Gebiet und die umliegenden Straßen waren die meiste Zeit des Tages gesperrt.

Die Polizei forderte die Anwohner auf, in der Nähe zu bleiben und Türen und Fenster zu schließen, falls giftige Dämpfe auftraten. Currenta sagte, die Einheimischen sollten auch die Klimaanlagen ausschalten, während die Luft um den Standort auf mögliche giftige Gase gemessen wurde.

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Feuerwehrleute stehen vor dem Chempark nach einer Explosion in Leverkusen, Deutschland, 27. Juli 2021. REUTERS/Leon Kuegeler
Rauchwolken nach einer Explosion in Leverkusen, Deutschland, 27. Juli 2021, in diesem Standbild aus einem Social-Media-Video. Instagram/Rogerbakowsky über REUTERS

Friedrich vom Chempark sagte, die Ursache der Explosion sei unklar, die zu einem Brand in einem Tank mit Lösungsmitteln geführt habe.

„Bei dem Vorfall wurden Lösungsmittel verbrannt, und wir wissen nicht genau, welche Stoffe freigesetzt wurden“, fügte Friedrich hinzu. „Wir prüfen dies mit den Behörden und nehmen Proben.“

Sirenen und Notrufe über die Handy-App des deutschen Katastrophenschutzes warnten die Bürger vor „extremer Gefahr“.

Leverkusen liegt weniger als 50 km von einer Region entfernt, die letzte Woche von einer Flutkatastrophe heimgesucht wurde, bei der mindestens 30 Menschen ums Leben kamen.

Am Chempark-Standort in Leverkusen sind über 30 Unternehmen tätig, darunter Covestro (1COV.DE), Bayer, Lanxess und Arlanxeo, laut seiner Website.

Bayer und Lanxess haben den Chempark-Betreiber Currenta 2019 an Macquarie Infrastructure and Real Assets verkauft (MQG.AX) für einen Unternehmenswert von 3.5 Milliarden Euro (4.12 Milliarden US-Dollar).

($ 1 = € 0.8492)

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