Frankreich
Dramatische Ereignisse in rasantem Tempo zerstören Monacos ruhige Fassade.
Laut jüngsten Medienberichten, ein In Monaco spielte sich ein wahres Drama ab.
Die kürzlich geschiedene Kristina Rusavina, eine glamouröse anglo-russische „Society-Lady“, raste in Begleitung ihrer 14-jährigen Tochter mit einem 300,000 € teuren Ferrari 296 GTB mit unglaublichen 190 km/h durch den Louis-II-Tunnel – und das nicht nur einmal, sondern zweimal. Dabei verfehlte sie nur knapp andere Fahrzeuge, bevor es zum unvermeidlichen Zusammenstoß kam.
Der Teenager wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Wie durch ein Wunder gab es keine Todesopfer.
In einem für seinen Exzess und gelegentliche Skandale bekannten Fürstentum schien der Fall zunächst Routine zu sein. Nach einem zügigen Verfahren wurde die Fahrerin, Kristina Rusavina, die mehrere Pässe besitzt, darunter den britischen, russischen und zypriotischen, zu acht Monaten Haft und einem fünfjährigen Fahrverbot verurteilt.
Soweit, so Monaco.
Doch unter der Oberfläche zeichnete sich eine weitaus komplexere und brisantere Geschichte ab.
Vor Gericht machte Frau Rusavina eine Reihe bemerkenswerter und damals weitgehend unbeachteter Aussagen über ihre Herkunft. Sie behauptete, Verbindungen zu einem einflussreichen Netzwerk von Juristen in Russland zu haben – Bemerkungen, die typisch für einen bestimmten Typus russischer Frauen sind, die unsere Strände und Hotels bevölkern: „Wissen Sie, wer ich bin?“
Es scheint sich nun als alles andere als eine lockere Beziehung erwiesen zu haben.
Diese Aussagen deuten, wie sich herausstellt, direkt auf einen separaten und brisanten Rechtsstreit in Monaco hin: einen Sorgerechtsstreit um ihre minderjährige Tochter, der mit Ansprüchen auf eine Scheidungsvereinbarung verknüpft ist. Der Prozess begann am Dienstag, dem 5. Mai, und wurde um zwei Wochen vertagt.
Noch dramatischer war jedoch, dass Frau Rusavina ihren Auftritt vor Gericht nicht nur nutzte, um sich zu verteidigen, sondern auch, um eine deutliche Warnung auszusprechen und ihrem Ex-Mann, einem ehemaligen russischen Ölmanager, mit der „Vernichtung“ zu drohen.
Sie berief sich auf ein Netzwerk von Verwandten in der russischen Region Krasnodar und nannte Personen, die einflussreiche Positionen innerhalb des russischen Justizsystems innehaben sollen: Igor Babajew, angeblich Leiter einer regionalen Abteilung des Justizministeriums; Olga Babajewa, eine leitende Richterin an einem einflussreichen Handelskassationsgericht; Wladimir Rusawin; und Konstantin Drosdow, der ein wichtiges Bezirksgericht in einem bedeutenden Badeort am Schwarzen Meer leitet.
Die Reichweite dieses Netzwerks scheint weit über Russland hinaus zu reichen. Im Jahr 2021 erwarb ein Verwandter, ein Richter aus Krasnodar, ein Anwesen am Monks Walk in Sunningdale für etwas mehr als 3 Millionen Pfund. Es wird außerdem angenommen, dass Frau Rusavinas Mutter Immobilien in Dubai besitzt, was zusätzlich unterstreicht, wie weit dieser Einflussbereich von Südrussland über London bis in die Vereinigten Arabischen Emirate reicht.
Unsere Recherchen haben ergeben, dass Olga Babaeva, Rusavinas Mutter Irina und Kristinas Schwester Valeria einen ständigen Wohnsitz in den VAE haben und regelmäßig mehrere Monate im Jahr in Dubai verbringen.
Uns ist bekannt, dass die Gehälter von Richtern in russischen Regionen selten 200,000 Rubel (ca. 2000 €) pro Monat übersteigen. Herr Drosdov besitzt ein Haus im Wert von 3 Millionen Pfund in einem vornehmen Londoner Vorort, und Irina besitzt eine Immobilie in Palm Jebel Ali.
Es ist auch nicht der erste Verkehrsverstoß der Rusavins. Kristina und Valeria haben allein in Dubai über 1000 Dollar an Bußgeldern wegen Geschwindigkeitsübertretungen angehäuft. Das zeichnet ein ganz anderes Bild von der Stammgastin der teuersten Nachtclubs Dubais als das, was sie in Monaco präsentiert.
Was als leichtsinnige Geschwindigkeitsübertretung in einem Tunnel in Monaco begann, entwickelt sich nun zu einer viel umfassenderen Geschichte, in der es um Reichtum, Einfluss und eine immer brisantere juristische Auseinandersetzung geht, die sich über mehrere Gerichtsbarkeiten erstreckt.
Die Rusavins sind ein gutes Beispiel für die Korruption, die in der russischen Justiz, die sich weltweit unangreifbar fühlt, zum Alltag gehört.
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