Vernetzen Sie sich mit uns

Zypern

Ein israelisches privates Geheimdienstunternehmen bekennt sich zu Beteiligung an einem Video über Korruption in Zypern; die Ermittlungen dauern an.

SHARE:

Veröffentlicht

on

Wir nutzen Ihre Anmeldung, um Ihnen Inhalte auf die von Ihnen gewünschte Weise bereitzustellen und um Sie besser zu verstehen. Sie können sich jederzeit abmelden.

Ein israelisches privates Geheimdienstunternehmen hat seine Beteiligung an der Produktion eines umstrittenen Videos bestätigt, in dem Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter des zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides erhoben werden. Die Behörden prüfen die Vorwürfe weiterhin.

Das Unternehmen Black Cube erklärte, es sei „stolz“ auf seine Arbeit und habe versucht, mutmaßliche Verfehlungen aufzudecken und zu einem, wie es hieß, „saubereren Geschäftsumfeld“ in Zypern beizutragen.

Das Video, das Anfang des Jahres erstmals kursierte, zeigte offenbar Wirtschafts- und Politiker, die über finanzielle Zuwendungen im Austausch für Zugang zu Entscheidungsträgern sprachen. Unter den Zuhörern war ein leitender Angestellter eines großen Bauunternehmens, der angeblich fortlaufende Zahlungen für den Zugang zu Regierungsstellen vorschlug.

Black Cube, gegründet von ehemaligen israelischen Geheimdienstmitarbeitern, erklärte, man habe Kontakt zu den zypriotischen Behörden aufgenommen und sei zuversichtlich, dass die Ermittlungen den Sachverhalt aufklären würden. Das Unternehmen gab außerdem an, in allen Ländern, in denen es tätig ist, Rechtsberatung einzuholen.

Das Auftauchen des Videomaterials hatte bereits politische Folgen. Ein hochrangiger Berater von Präsident Christodoulides trat Anfang des Jahres zurück, nachdem er in dem Video zu sehen war. Die Beteiligten wiesen jedoch jegliches Fehlverhalten von sich und stellten den Kontext und die Bearbeitung des Materials infrage.

Die zypriotische Regierung hat die im Video aufgestellten Behauptungen nicht öffentlich unterstützt und zuvor angedeutet, dass solches Material Teil einer umfassenderen Desinformations- oder „Hybrid“-Kampagne sein könnte, die sich gegen das Land richtet.

Die Angelegenheit ist besonders heikel, da Zypern derzeit die rotierende Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union innehat, wodurch das Land einer verstärkten politischen Beobachtung unterliegt.

Werbung

Die Ermittlungen der zypriotischen Behörden dauern an, und es wurden noch keine gerichtlichen Schlussfolgerungen gezogen.

Teile diesen Artikel:

Teilen:
EU Reporter veröffentlicht Artikel aus verschiedenen externen Quellen, die ein breites Spektrum an Standpunkten zum Ausdruck bringen. Die in diesen Artikeln vertretenen Positionen entsprechen nicht unbedingt denen von EU Reporter. Bitte lesen Sie den vollständigen Inhalt von EU Reporter. Veröffentlichungsbedingungen Weitere Informationen: EU Reporter nutzt künstliche Intelligenz als Werkzeug zur Verbesserung der journalistischen Qualität, Effizienz und Zugänglichkeit und gewährleistet gleichzeitig eine strenge menschliche redaktionelle Kontrolle, ethische Standards und Transparenz bei allen KI-gestützten Inhalten. Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht von EU Reporter. KI-Richtlinie .

Trending