Kroatien
Kroatien positioniert sich als regionaler Vorreiter in der Präzisionsmedizin.
Die kroatische Healthtech- und Biotech-Szene tritt in eine entscheidende Phase ein, und im Zentrum steht Professor Dragan Primorac, MD, Ph.D. Er ist Kinderarzt, Spezialist für medizinische Genetik, forensischer Genetiker, ehemaliger Minister für Wissenschaft, Bildung und Sport und Gründer von … St. Catherine Spezialkrankenhaus, Primorac hat jahrelang ein Ökosystem aufgebaut, von dem die meisten Länder zwar sprechen, das sie aber selten realisieren. Was sich nun in Kroatien herausbildet, ist ein integriertes Modell für personalisierte Medizin, digitale Gesundheit und die Kommerzialisierung von Biotechnologien, das Innovation nicht als Schlagwort, sondern als Standardpraxis betrachtet.
Die Geschichte spielt sich im Wesentlichen in zwei Bereichen ab. Der erste findet in kroatischen Kliniken und Krankenhäusern statt, wo die Instrumente der Medizin der nächsten Generation direkt zu den Patienten gebracht werden. Der zweite Bereich spielt in kroatischen Biotech-Laboren, die zunehmend in globale Forschungsnetzwerke und – ganz entscheidend – in den klinischen Alltag im eigenen Land eingebunden werden.
Kroatien positioniert sich als regionaler Vorreiter in der Präzisionsmedizin, insbesondere in den Bereichen Onkologie, Orthopädie und Behandlung seltener Erkrankungen. Das von Primorac gegründete St.-Katharinen-Fachkrankenhaus in Zagreb hat sich als europäisches Exzellenzzentrum für personalisierte Medizin etabliert. Es gilt als Vorbild dafür, wie Genomik, KI-Diagnostik und regenerative Medizin in die Routineversorgung integriert werden können, anstatt auf experimentelle Studien beschränkt zu bleiben.
Das Team von Primorac arbeitet mit Partnern wie Dartmouth Health aus den Vereinigten Staaten und Internationales Zentrum für angewandte biologische Forschung[Name des Forschungsteams] hat in Kroatien die klinische Ganzgenomsequenzierung für Patienten eingeführt und nutzt die Vollgenomanalyse als Instrument der täglichen Entscheidungsfindung anstatt als Forschungsexperiment. Kurz darauf führte dasselbe Team die molekulare Profilierung von Tumoren mittels Exomsequenzierung in Kombination mit Transkriptomanalyse an Paraffin-eingebetteten Gewebeproben ein. Zusätzlich werden wichtige Tumorsuppressorgene und Onkogene mithilfe von aus Blut gewonnenen Flüssigbiopsien analysiert. Ziel der Flüssigbiopsie ist der Nachweis zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA), um die Tumordynamik und das Ansprechen auf die Therapie nicht-invasiv zu überwachen.
Ein multidisziplinäres Team unter der Leitung von Dragan Primorac und Parth Shah von Dartmouth Health, bestehend aus Forschern des St. Catherine Specialty Hospital und des International Center for Applied Biological Research, hat soeben einen umfassenden Übersichtsartikel mit dem Titel veröffentlicht. "Fortschritte in der Präzisionsonkologie: Von der molekularen Profilierung bis hin zu behördlich zugelassenen zielgerichteten Therapien" in der Fachzeitschrift Cancers.
Dieser Artikel zählt zu den bisher umfassendsten Analysen zur Integration der molekularen Tumorprofilierung in zielgerichtete Krebstherapien. Die Autoren untersuchen detailliert, wie die DNA-Sequenzierung der nächsten Generation in Kombination mit fortschrittlicher Datenanalyse und künstlicher Intelligenz die Identifizierung optimaler zielgerichteter und immuntherapeutischer Strategien ermöglicht, die auf die jeweilige Krebsart zugeschnitten sind.
Durch die systematische Verknüpfung genomischer Veränderungen mit zugelassenen Therapeutika zielt diese Übersichtsarbeit darauf ab, die Effektivität und Zugänglichkeit der Präzisionsonkologie zu verbessern. Darüber hinaus liefert sie wertvolle Erkenntnisse, die zukünftige Forschungsrichtungen und klinische Entscheidungen im Bereich der Krebsbehandlung beeinflussen können.
Darüber hinaus hat das Team von St. Catherine Multi-Omics-Profiling, Nutrigenomik und Pharmakogenomik kombiniert, um Medikamente auf individuelle genetische Profile abzustimmen, und Behandlungen mit mikrofragmentiertem Fettgewebe, das mesenchymale Stammzellen enthält, in orthopädischen Therapiewegen eingesetzt. Vereinfacht gesagt: Die lang versprochene Idee, jedem Patienten „die richtige Behandlung zum richtigen Zeitpunkt“ zukommen zu lassen, ist in Kroatien keine Theorie mehr. Sie wird bereits Realität.
Das ist ungewöhnlich. Viele Gesundheitssysteme finanzieren Pilotprojekte. Weitaus weniger können jedoch eine einzelne Einrichtung vorweisen, die gleichzeitig als Gesundheitsdienstleister, Zentrum für translationale Forschung und Vermarktungsplattform fungiert. Das St. Catherine Hospital nimmt diese Lücke ein. Es erprobt fortschrittliche Methoden, validiert sie mit akademischen und internationalen Partnern und setzt sich anschließend für deren Anerkennung als erstattungsfähige Medizin in Kroatien und darüber hinaus ein.
Gleichzeitig setzt das kroatische Gesundheitssystem verstärkt auf KI-gestützte und datenbasierte Versorgung. Das kroatische Gesundheitsministerium erklärte dieses Jahr, dass künstliche Intelligenz bereits in Krankenhäusern eine bedeutende Rolle spielt – nicht nur als Marketingmaßnahme, sondern als Werkzeug, auf das sich Ärzte und Pflegekräfte tatsächlich verlassen. Einen zusätzlichen Impuls für die KI-gestützte Gesundheitsversorgung in Kroatien liefert eine der weltweit wichtigsten wissenschaftlichen Veranstaltungen, die traditionell von Primorac in Zusammenarbeit mit der Mayo Clinic, dem St. Catherine Specialty Hospital und der International Society for Applied Biological Sciences (ISABS) organisiert wird: die 14. ISABS- und Mayo-Clinic-Konferenz: Fortschritte bei der Anwendung künstlicher Intelligenz in der PräzisionsmedizinDie Konferenz, die vom 15. bis 19. Juni 2026 in Dubrovnik stattfinden soll, wird über 700 Teilnehmer, darunter fünf Nobelpreisträger, zusammenbringen, um innovative Anwendungen künstlicher Intelligenz in der Genomik, der personalisierten Medizin und der biomedizinischen Forschung zu erörtern. Weitere Informationen finden Sie unter [Link einfügen]. www.isabs.netAndererseits veröffentlichten Primorac und sein Team vor einigen Monaten in der Internationale Zeitschrift für Molekulare Wissenschaften Ein bahnbrechender Fortschritt in der Diagnose von Krebserkrankungen unbekannter Primärlokalisation (CUP) durch den Einsatz von OncoOrigin, einer auf maschinellem Lernen basierenden Software, die im St. Catherine Hospital entwickelt wurde, um den primären Ort des Krebses anhand von Tumor-DNA-Sequenzierungsdaten zu identifizieren.
Radiologische Unterstützungssysteme, digitale Arbeitsabläufe in der Pathologie und robotergestützte Operationsplattformen in Bereichen wie Urologie, Gynäkologie und Thoraxchirurgie gelten laut offiziellen Angaben mittlerweile als Standard. Das Ministerium hat diesen technologischen Wandel mit der regulatorischen Angleichung an die neuen Regeln des Europäischen Gesundheitsdatenraums verknüpft. Ziel ist es, einen nationalen Rahmen zu schaffen, in dem Patientendaten sicher und rechtmäßig zur Verbesserung der Versorgung unter Wahrung der Privatsphäre genutzt werden können. Die Regierung betont, dass Kroatien die moderne Medizin nicht länger auf isolierte Privatkliniken beschränken will. Vielmehr soll sie im gesamten Gesundheitssystem standardisiert werden.
Dieser Wandel fördert Talente und Investitionen. Wenn Chirurgen in Rijeka oder Split mit robotergestützter Assistenz vertraut sind und Radiologen in Zagreb bereits KI-gestützte Triage nutzen, anstatt mit per E-Mail zugesandten PDFs zu arbeiten, dann besteht keine Glaubwürdigkeitslücke mehr für lokale Gründer. Healthtech-Unternehmer müssen kroatische Ärzte nicht mehr von der Realität der digitalen Medizin überzeugen. Die Ärzte fragen sich bereits, was als Nächstes kommt.
Die Biotechnologie in Mittel- und Osteuropa gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere in den Bereichen Gendiagnostik, regenerative Medizin und neuartige Therapien. Kroatien ist Teil dieser Entwicklung, zeichnet sich aber dadurch aus, dass es Laborergebnisse nahtlos in die klinische Praxis überführt. Hier kommt Primorac eine weitaus wichtigere Rolle zu. Er leitet nicht nur ein Krankenhaus, sondern ist Mitglied internationaler Gremien für personalisierte und regenerative Medizin, leitet oder ist Co-Leiter nationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und kooperiert mit Universitäten in Split, Osijek und Rijeka sowie mit Institutionen in den USA. Er fungiert als globaler Botschafter der Penn State University. Kürzlich wurde er zum außerordentlichen Professor an der University of Pittsburgh School of Medicine ernannt, und einige Jahre zuvor wurde ihm der Titel eines Professor Emeritus an der National Forensic Science University in Indien verliehen. Seine wissenschaftlichen Kooperationen erstrecken sich über den gesamten Globus, darunter Partnerschaften mit der Bonus BioGroup Ltd. in Israel, dem Apex Heart Institute in Indien, der Sana Kliniken AG in Deutschland und zahlreichen anderen führenden Institutionen. Dieses Netzwerk verschafft der kroatischen Biotechnologie etwas, womit Gründer in größeren Märkten oft zu kämpfen haben: eine schnelle und glaubwürdige klinische Validierung.
Das Modell zeigt bereits sichtbare Wirkung in der Onkologie. UPMC, eines der führenden Gesundheitssysteme in den Vereinigten Staaten, gab kürzlich zusammen mit Primorac eine strategische Partnerschaft mit dem St. Catherine Hospital und dem Allgemeines Krankenhaus Zabok und Kroatisches Veteranenkrankenhaus Ziel ist es, fortschrittliche Krebsbehandlungen und personalisierte Medizin in ganz Kroatien auszuweiten. Nicht nur soll die Versorgung kroatischer Patienten verbessert werden, sondern Kroatien soll zu einem regionalen Zentrum für Präzisionsonkologie werden, damit auch Nachbarländer Zugang zu diesem hohen Niveau erhalten. Auch in der Orthopädie und bei regenerativen Therapien ist das Zentrum aktiv. Hier hat sich das St. Catherine Hospital einen Namen für Knorpel- und Knochenreparaturtechniken gemacht, die klinische Expertise mit modernster Laborarbeit verbinden. Primorac hat in diesem Bereich umfassend publiziert, und diese Methoden werden mittlerweile international angewendet.
Das private Kapital ist aufmerksam geworden. Regionale Investoren unterstützen kroatische Krankenhäuser so, dass die bestehende klinische Führung in Kroatien erhalten bleibt, anstatt ersetzt zu werden. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das geistige Eigentum des kroatischen Gesundheitswesens – Methoden, Arbeitsabläufe, Datensätze, Fachkräfte – als strategisches nationales Gut betrachtet wird. Die Wette lautet, dass Kroatien nicht nur Ärzte, sondern ein ganzes Modell exportieren kann.
Internationale Medien haben Primorac als „weltweit führend in der personalisierten Medizin“ und „Pionier der Zukunft der personalisierten Medizin“ bezeichnet. Diese Lobeshymnen sind zwar schmeichelhaft, spiegeln aber die Realität wider. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, die Ganzgenomsequenzierung, die Multi-Omics-Analyse, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und die Stammzelltherapie in die kroatische Praxis zu integrieren. Zudem hat er sich für die Regulierung und Kostenerstattung eingesetzt, damit diese Verfahren nicht in unfinanzierten Pilotprojekten stecken bleiben. Darüber hinaus hat er internationale Partnerschaften aufgebaut, die in beide Richtungen wirken. Expertise und Technologie fließen nach Kroatien, gleichzeitig wird die kroatische Innovationskraft für den Export positioniert.
Diese Kombination ist in jedem Land selten. In Kroatien ist sie bahnbrechend. Die nationale Erzählung lautet nicht mehr, dass Kroatien der Healthtech- und Biotech-Wirtschaft „beitreten“ will. Vielmehr gestaltet das Land aktiv eine bestimmte Form dieser Wirtschaft: Genommedizin, Robotik, KI und regenerative Therapien werden als selbstverständliche Bestandteile der Versorgung behandelt, und die Regierung signalisiert, dass sie diese Technologien ausweiten will. Personalisierte Medizin sollte nicht länger nur auf Konferenzfolien existieren. Sie sollte jetzt schon in europäischen Krankenhäusern Realität sein.
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