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Kroatien

Euro-Umstellung: Vereinbarung mit Kroatien über praktische Schritte zum Start der Euro-Münzenproduktion

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Die Europäische Kommission und die Euro-Mitgliedsstaaten haben mit Kroatien eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin werden die praktischen Schritte dargelegt, die Kroatien nach der Euro-Beitrittsgenehmigung für die Ausgabe von Euro-Münzen ermöglichen. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein in Kroatiens Bemühungen um den Beitritt zur Eurozone dar.

Das MoU wurde von Exekutiv-Vizepräsident Valdis Dombrovskis, Kommissar Gentiloni, dem Präsidenten der Eurogruppe, Paschal Donohoe, und dem Gouverneur der kroatischen Nationalbank Boris Vujčić im Anschluss an das Treffen der Eurogruppe, das heute in Brdo, Slowenien, stattfand, unterzeichnet.

Das MoU ermöglicht es Kroatien, mit Unterstützung der Kommission und der Mitgliedsstaaten der Eurozone alle notwendigen Vorbereitungen vor und bis zur eigentlichen Prägung der Euro-Münzen zu treffen. Dazu gehören unter anderem: die Auswahl der nationalen Seitendesigns der Euro-Münzen durch Kroatien nach nationalen Verfahren; die Anschaffung und Herstellung von Prägewerkzeugen und Münzprüfläufen; und Vorkehrungen für die Ausgabe von Euro-Münzen und die Einziehung der kroatischen Kuna während der Umstellung.

Exekutiv-Vizepräsident Valdis Dombrovskis erklärte: „Ich freue mich über die Unterzeichnung dieses Memorandums. Es ermöglicht Kroatien, mit den Vorbereitungen für die Prägung von Euro-Testmünzen zu beginnen und markiert damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Euro-Beitritt. Die Kommission unterstützt Kroatien weiterhin bei seinen Bemühungen um den Beitritt zum Euroraum, von dem das Land stark profitieren wird. Bevor Kroatien jedoch die europäische Einheitswährung einführen kann, muss es zunächst alle Maastricht-Kriterien erfüllen und die technischen Vorbereitungen weiter vorantreiben.“

Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni erklärte: „Die Unterzeichnung dieses Memorandums ist ein wichtiger symbolischer und praktischer Schritt auf Kroatiens Weg zum Euroraum. Ich begrüße Kroatiens feste Entschlossenheit, dem Euroraum beizutreten, zu dem das Land gehört. Die Kommission wird Kroatien weiterhin bei seinen Vorbereitungen und seinen Bemühungen zur Erfüllung der Konvergenzkriterien unterstützen.“

Hintergrund

Kroatien ist noch kein Mitglied der Eurozone. Die Kuna ist jedoch seit dem 10. Juli 2020 Teil des Wechselkursmechanismus (WKM II).

Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ist einer der üblichen Vorbereitungsschritte, wenn ein nicht dem Euroraum angehörender Mitgliedstaat der Eurozone beitreten möchte. Aufgrund der Komplexität der mit der Herstellung von Euro-Münzen verbundenen Aufgaben müssen die beitrittswilligen Mitgliedstaaten rechtzeitig vor der Entscheidung des Rates über die Aufhebung der Ausnahmeregelung für ihre Euro-Teilnahme mit den Vorbereitungen beginnen. Dies greift der Entscheidung des Rates über die Aufhebung der Ausnahmeregelung gemäß Artikel 140 Absatz 2 AEUV nicht vor.

Die Unterzeichnung des MoU ermöglicht Kroatien den Erhalt der erforderlichen technischen Unterlagen zur Prägung von Euro-Testmünzen, die verwendet werden, um die technische Eignung zukünftiger Euro-Münzen für Verkaufs- und Münzverarbeitungsautomaten zu überprüfen. Die Kommission und die nationalen Münzstätten der Eurozone werden Kroatien auch die erforderlichen Urheberrechte und Münzwerkzeuge übertragen. In der Vergangenheit wurden entsprechende MoUs auch mit Slowenien, Zypern, Malta, Estland, Lettland und Litauen unterzeichnet.

Muster-Widerrufsformular

Kroatien und der Euro

Kommission begrüßt Beitritt Bulgariens und Kroatiens zum Wechselkursmechanismus II

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