Völkermord
Gemeinsame Erklärung des Hohen Repräsentanten/Vizepräsidenten Kallas und des Kommissars Kos zum 31. Jahrestag des Völkermords von Srebrenica
Am 11. Juli gedachte Europa der über 8,300 bosniakischen Männer und Jungen, die vor 31 Jahren beim Völkermord von Srebrenica getötet wurden. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer. Wir teilen die Trauer derer, die die Ungewissheit über das Schicksal ihrer vermissten Angehörigen ertragen müssen, und stehen weiterhin an der Seite der Überlebenden, deren Leben im Juli 1995 aus den Fugen geraten ist.
Der Völkermord von Srebrenica zählt zu den dunkelsten Kapiteln der europäischen Geschichte.
Es erinnert uns an unsere Verpflichtung, friedliche Gesellschaften aufzubauen, das menschliche Leben und die Würde zu schützen und die Grundwerte zu verteidigen, auf denen die Europäische Union gegründet ist.
Wir ehren die Opfer, indem wir die historische Wahrheit wahren, ihr Andenken bewahren und sicherstellen, dass die Lehren von Srebrenica auch künftigen Generationen zugänglich bleiben. Dies war die Absicht der Generalversammlung der Vereinten Nationen, als sie vor zwei Jahren den 11. Juli zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica 1995 erklärte.
In Europa ist kein Platz für Völkermordleugnung, Revisionismus oder die Verherrlichung verurteilter Kriegsverbrecher.
Wir rufen die Verantwortlichen in Bosnien und Herzegowina und in der gesamten Region dazu auf, Verantwortung der Spaltung vorzuziehen, Dialog der Konfrontation und den Prozess der Suche und Identifizierung der verbleibenden Opfer zu unterstützen.
Die Heilung der Wunden der Vergangenheit erfordert Mut, aufrichtiges Engagement und ein echtes Bekenntnis zur Versöhnung.
Die Europäische Union bekennt sich weiterhin uneingeschränkt zur europäischen Zukunft von Bosnien und Herzegowina als souveränem, vereintem, multiethnischem und demokratischem Land.
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