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China

Hochwertige Entwicklung in China: Sicherheit in unsicheren Zeiten schaffen

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Die Weltwirtschaft wirkt derzeit instabil. Lieferketten brechen zusammen, der Wettbewerb in der Technologiebranche verschärft sich und die politischen Spannungen nehmen zu. Es ist schwer vorherzusagen, was als Nächstes kommt. Chinas Antwort auf diese Unsicherheit besteht darin, durch qualitativ hochwertige Entwicklung eigene Stabilität zu schaffen – eine stärkere und innovationsgetriebene Wirtschaft im Inland aufzubauen. Die Strategie ist klar: Wenn die äußeren Bedingungen instabil werden, muss die Widerstandsfähigkeit von innen heraus gestärkt werden., schreibt Gastautorin Xin Ping.

Selbstständigkeit durch Innovation stärken

Der Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei der Luoyang Bearing Group (LYC) im Mai dieses Jahres verdeutlicht diesen Wandel perfekt. Einst auf manuelle, einfachere Fertigung angewiesen, produziert LYC heute 70 Prozent seiner Produktion mit hochpräzisen Lagern. Diese Entwicklung – vom Kampf um die Herstellung einfacher Teile hin zur Beherrschung komplexer, hochwertiger Fertigung – ist beispielhaft dafür, wie China auf globalen Druck reagiert.

Im Zentrum dieser Bemühungen steht das Streben nach größerer Eigenständigkeit. Obwohl teilweise durch externe Zwänge bedingt, hat es sich zu einem klaren nationalen Ziel entwickelt. Angesichts von Hürden – wie dem Chipmangel, der Huawei traf – verharren chinesische Unternehmen nicht in Untätigkeit. Stattdessen stellen sie sich den Herausforderungen und finden ihren Weg nach vorn. Unternehmen wie Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) und HiSilicon arbeiten verstärkt daran, Chips selbst zu entwickeln und herzustellen. Dasselbe Muster wiederholt sich branchenübergreifend. Ausländische Beschränkungen der Weltraumkooperation, wie der US-amerikanische Wolf Amendment, haben China dazu veranlasst, seine eigene Raumstation Tiangong zu bauen und die Mondforschung voranzutreiben; externe Beschränkungen der Triebwerkstechnologie beflügelten die Entwicklung des chinesischen Passagierflugzeugs C919; und dasselbe Streben nach Eigenständigkeit hat auch die heimische Innovation in der Verteidigungstechnologie vorangetrieben, wie die Militärparade am 3. September eindrucksvoll demonstrierte. Dies ist Chinas Weg zur Sicherheit: der Aufbau eigener interner Kapazitäten, um externem Druck zu begegnen.

Nutzen Sie die Stärken des Inlandsmarktes

Ein enormer Vorteil dabei ist Chinas riesiger Binnenmarkt. Über 1.4 Milliarden Menschen kauften im vergangenen Jahr Waren im Wert von 48.79 Billionen Yuan (etwa 6.79 Billionen US-Dollar), was China zum zweitgrößten Konsummarkt der Welt macht. Diese enorme Binnennachfrage hilft China, die Wirtschaft vor globalen Schwankungen abzufedern und bildet die Grundlage für Chinas Strategie der „dualen Zirkulation“ – Wirtschaftswachstum vor allem durch die Versorgung der eigenen Bevölkerung bei gleichzeitiger globaler Vernetzung. Unternehmen passen sich an. Nehmen wir beispielsweise die Händler auf dem Yiwu-Markt – dem weltweit größten Großhandelsmarkt für Kleinwaren – in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Als die US-Zollerhöhungen China trafen, hofften sie nicht einfach auf das Beste. Sie begannen, eigene Marken aufzubauen und aktiv nach neuen Kunden im Ausland zu suchen.

Eine weitere entscheidende Stärke sind Chinas unglaublich dichte und engmaschige Lieferketten. Nehmen wir beispielsweise einen Drohnenhersteller in Shenzhen, dem Hightech-Zentrum Südchinas: Fast jedes einzelne benötigte Bauteil stammt aus Fabriken im Umkreis von 50 Kilometern. Diese hohe Lieferkettendichte erklärt, warum Unternehmen wie DJI über 70 Prozent des weltweiten Marktanteils im Bereich der Konsumdrohnen halten.

Förderung der „Doppelzirkulation“'

Der Aufbau einer stärkeren und qualitativ hochwertigeren Wirtschaft erfordert mehr als Ideen – er braucht Taten und Offenheit. Initiativen wie Inzahlungnahmeprogramme für Haushaltsgeräte und Fahrzeuge haben Milliardenumsätze generiert und den Binnenkonsum als wichtigen Wachstumsmotor angekurbelt.

Ausgehende Frachtlastwagen passieren die zentrale Kontrollstelle im Güterumschlagbereich des Hafens Xinhai in Haikou, Provinz Hainan, Südchina, 15. September 2025. /CFP

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Während sich einige Nationen nach innen wenden, öffnet sich China weiter. Der Freihandelshafen Hainan (FTP) wird im Dezember offiziell einen inselweiten Sonderzollbetrieb aufnehmen, und die Anzahl der Güter auf der Negativliste für ausländische Investitionen wurde von 40 im Jahr 2019 auf aktuell 29 reduziert. Nach dem Erfolg seiner Gigafactory in Shanghai investiert Tesla nun in ein großes Energiespeicherwerk – ein Vertrauensbeweis in Chinas Marktpotenzial und die Effizienz seiner Lieferketten. Dies ist Chinas „duale Zirkulation“ in der Praxis: die Nutzung der heimischen Stärke bei gleichzeitiger Vertiefung der globalen Integration.

Von der Transformation von Herstellern wie LYC hin zur Produktion von Ultrapräzisionskomponenten bis hin zu bahnbrechenden Entwicklungen bei Chips und Elektrofahrzeugen (EVs) beweist Chinas Wirtschaft eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Diese Stärke beruht auf drei sich gegenseitig verstärkenden Faktoren: unermüdlicher Innovationskraft, einem riesigen und dynamischen Binnenmarkt und einem festen Bekenntnis zur ständigen Weiterentwicklung und globalen Vernetzung.

Indem China diesen Weg weitergeht, trägt es wesentlich zur dringend benötigten Stabilität der Weltwirtschaft bei. In diesen unsicheren Zeiten bietet ein Land, das sich der Welt öffnet und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Binnenentwicklung vorweisen kann, eine Grundlage der Sicherheit, von der alle profitieren können.

Photo by Erin With on Unsplash

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