Chile
11. Treffen des Gemeinsamen Lenkungsausschusses Chile-EU für Forschung und Innovation
Am 13. Januar 2026 fand in Santiago de Chile die 11. Sitzung des Gemeinsamen Lenkungsausschusses Chile–EU (JSCM) im Rahmen des Abkommens über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Republik Chile statt.
Das Treffen, das von Chile in einem hybriden Format ausgerichtet wurde, wurde gemeinsam von Emilie Rojas, Beraterin für internationale Angelegenheiten im Kabinett des Ministers für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation von Chile, und Carole Mancel-Blanchard, Leiterin der Abteilung für internationale Zusammenarbeit – Europa und Amerika der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, geleitet.
Der Generaldirektor für Forschung und Innovation, Marc Lemaître, eröffnete und schloss das Treffen gemeinsam mit Cristian Cuevas Vega, Vizeminister für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation von Chile.
Wichtigste Prioritäten und politische Initiativen
Die EU und Chile bekräftigten ihre Übereinstimmung in wichtigen Prioritäten und unterstrichen ihren Status als strategische und verlässliche Partner, vereint durch gemeinsame Werte und Prinzipien, die im heutigen komplexen globalen geopolitischen Kontext von besonderer Bedeutung sind.
Chile stellte seine Strategien zu Künstlicher Intelligenz (KI), zur Supercomputing-Infrastruktur, zu Rechenzentren und Ökosystemen, zu Lithium, Salzen und Rohstoffen, zur astronomischen Infrastruktur sowie seine Strukturfinanzierung für universitäre Forschung, Entwicklung und Innovation vor.
Die EU hob mehrere wichtige Initiativen hervor, darunter den Wettbewerbskompass, die jüngsten Aktualisierungen der Europäischen Strategie für wirtschaftliche Sicherheit, die Startup- und Scaleup-Strategie, die Strategie für KI in der Wissenschaft, die Strategie für die Lebenswissenschaften, die Europäische Strategie für Forschungs- und Technologieinfrastrukturen, die Initiative „Chose Europe for Science“ und den bevorstehenden Europäischen Innovationsakt.
Zu den vorrangigen Kooperationsbereichen gehören:
- Forschungsausbildung, Mobilität und Karriereentwicklung.
- Weltraumkooperation und Erdbeobachtung, einschließlich des Copernicus-Programms.
- Digital, mit Schwerpunkt auf KI in der Wissenschaft und der EU-LAC Digital Alliance.
- Lebenswissenschaften, insbesondere der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit, Biotechnologie und Bioökonomie.
- Grüne Energiewende, einschließlich Mission Innovation, grüner Wasserstoff und Lithium.
- Meeres- und Polarforschung.
- Astronomische Forschungsinfrastrukturen, insbesondere die einzigartigen Infrastrukturen der Europäischen Südsternwarte, die in Chile angesiedelt sind.
Das Treffen bekräftigte die zentrale Rolle von Forschung und Innovation in den gesamten Beziehungen zwischen der EU und Chile und erinnerte an die substanzielle Beteiligung Chiles an Horizon Europe, wo es unter allen lateinamerikanischen Ländern den vierten und unter den Nicht-EU-/Nicht-Assoziierten Ländern den dreizehnten Platz belegt.
Die Europäische Kommission stellte außerdem Themen aus dem Arbeitsprogramm Horizont Europa 2026–2027 vor, die für Chile von Interesse sein könnten, und erinnerte an die Bedeutung der Stärkung des chilenischen Netzwerks der Nationalen Kontaktstellen (NCP) sowie an die Möglichkeit, einen ergänzenden Finanzierungsmechanismus zur Unterstützung der Beteiligung chilenischer Einrichtungen an Horizont Europa einzurichten.
Abschließend brachten beide Seiten ihre Absicht zum Ausdruck, die Zusammenarbeit zwischen der EU und Chile auszuweiten. Dies soll zur Entwicklung eines Arbeitsplans mit Initiativen beitragen, die bis zum nächsten Treffen der Gemeinsamen Sicherheits- und Medienkonferenz (JSCMT) umgesetzt werden sollen.
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