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Bangladesch

Der Finanzminister von Bangladesch kündigt eine Änderung der Bankenabwicklungsverordnung an.

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Am vergangenen Freitag (10. April) kündigte der Finanzminister von Bangladesch an, dass die Regierung die Bankenabwicklungsverordnung des Landes ändern und einen rechtlichen Weg für ehemalige Bankeigentümer schaffen werde, um die Kontrolle über in Schwierigkeiten geratene Banken, die sich derzeit in Abwicklung befinden, zurückzuerlangen.

Dieser Schritt stellte eine überraschende Kehrtwende gegenüber der im letzten Jahr vom damaligen Gouverneur der Bangladesh Bank, Ahsan Mansur, vorgenommenen, rechtlich fragwürdigen Fusion von fünf Banken dar.

Mansur, Mitglied der Übergangsregierung von Muhammad Yunus, war das Gesicht und die Stimme einer weitreichenden Kampagne, die sich gegen ausgewählte bangladeschische Mischkonzerne richtete. Unter seiner Führung arbeitete die Zentralbank von Bangladesch daran, diese Banken ihren Eigentümern zu enteignen, die Vorstände aufzulösen und neu zu ernennen und sie unter einem Dach zu vereinen.

Die Entscheidung der neu gewählten Regierung Bangladeschs scheint nun anzuerkennen, dass Mansurs Vorgehen eine grobe Überschreitung seiner Befugnisse darstellte, wenn nicht gar illegal war. Die Kehrtwende zeigt auch, dass die wirtschaftliche Zukunft des Landes besser gesichert ist, wenn die Regierung die für die Bankenfusion vorgesehenen Mittel anderweitig investieren kann. Im Parlament argumentierte Finanzminister Amir Khosru Mahmud Chowdhury, die Regierung habe bereits Milliarden in das ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Projekt investiert und werde dies auch weiterhin tun.

Die Entscheidung der Regierung bedeutet nicht, dass diese Banken einfach an ihre ehemaligen Eigentümer zurückgegeben werden und die Sache in Vergessenheit gerät. Vielmehr sind die Auflagen für die Wiedererlangung der Kontrolle streng und sollen die langfristige Stabilität der zuvor notleidenden Vermögenswerte gewährleisten.

Die ehemaligen Eigentümer müssen bei der Bangladesh Bank einen Antrag auf Rückerwerb ihrer Anteile stellen und sich verpflichten, alle Gelder zurückzuzahlen, frisches Kapital bereitzustellen und die Finanzstabilität wiederherzustellen. Dies umfasst die Begleichung aller Verbindlichkeiten gegenüber Einlegern und Gläubigern, die Zahlung ausstehender Steuern sowie eine grundlegende Überarbeitung der Risikomanagement- und Compliance-Systeme. Im Falle einer Genehmigung würden sie 7.5 % des von der Bangladesh Bank bereitgestellten Betrags zahlen; die verbleibenden 92.5 % würden innerhalb von zwei Jahren mit 10 % Zinsen zurückgezahlt.

Trotz dieses umfassenden Rahmens haben sich Kritiker und Medienvertreter vehement gegen die Änderungen ausgesprochen und führen eine Art konzertierte Kampagne gegen die Verfassungsänderung.

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Die Zeitung „Daily Star“ hat sich als einer der prominentesten Kritiker hervorgetan und in rascher Folge mehrere negative Leitartikel gegen die Gesetzesänderung veröffentlicht. In einem Artikel wurde die Planung als „grober Fehlurteil“ bezeichnet und die Regierung aufgefordert, das Gesetz „unverzüglich zu ändern“. Ein anderer Artikel erklärte, die Änderungen kämen einer Kapitulation gleich.

Kurioserweise gehört das Unternehmen zur Transcomm Group, einem großen Mischkonzern mit begrenzten Bankaktiva. Man könnte zynischerweise annehmen, dass ein großer Konzern ohne Bankaktiva angesichts des Regierungsbestrebens, diese Banken wieder zu privatisieren, verärgert darüber sein könnte, leer ausgegangen zu sein.

Ungeachtet der redaktionellen Position scheint die breite Öffentlichkeit den jüngsten Schritt der Regierung zu unterstützen. Selbst auf der Daily StarNach der Veröffentlichung des Facebook-Posts, in dem die Änderungen angekündigt wurden, lobten Nutzer umgehend den Kurswechsel der Regierung. „Endlich Stabilität statt Chaos!“, schrieb einer. Ein anderer fügte hinzu, dass der Schritt „dazu beitragen wird, das Vertrauen der Einleger zu stärken“.

Diesen Punkt bekräftigte auch Finanzminister Chowdhury, der darauf hinwies, dass Aktionäre und andere Kleinanleger der Banken nicht für das Versagen des Managements auf Vorstandsebene bestraft werden sollten.

Während sich die Angelegenheit weiterentwickelt, hoffen viele darauf, eine Ära der Instabilität und des Chaos hinter sich zu lassen. In den Nachrichten merkte ein Nutzer an, das Gesetz sei „notwendig“ und lobte es dafür, dass es die „vom gescheiterten ehemaligen Gouverneur Mansur im Bankensektor geschürten Zweifel“ beseitigt habe.

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