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Österreich trauert um den Selbstmord eines Arztes, der von Anti-COVID-Impfstoff-Aktivisten angegriffen wurde

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Österreichische Staats- und Regierungschefs appellierten an die nationale Einheit, nachdem sich eine Ärztin, die Todesdrohungen von Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt war, das Leben genommen hatte.

„Beenden wir diese Einschüchterung und Panikmache. Hass und Intoleranz haben in unserem Österreich keinen Platz“, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen und würdigte Lisa-Maria Kellermayr als Ärztin, die sich für die Heilung der Menschen, den Schutz vor Krankheiten und einen behutsamen Umgang mit der Pandemie einsetze.

„Aber einige Leute waren darüber wütend. Und diese Leute haben ihr Angst gemacht und sie bedroht, zuerst im Internet und dann auch persönlich, direkt in ihrer Praxis.“

Die Leiche der Ärztin, die in den Medien häufig Interviews zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und zur Förderung von Impfungen gegeben hatte, wurde am Freitag in ihrer Praxis in Oberösterreich gefunden.

Medien zitierten Staatsanwälte mit der Aussage, sie hätten einen Abschiedsbrief gefunden und planten keine Autopsie.

Österreich hat im vergangenen Monat Pläne zur Einführung einer obligatorischen COVID-19-Impfung für Erwachsene aufgegeben und erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass diese Maßnahme eine der niedrigsten Impfraten Westeuropas erhöhen würde.

Zehntausende Menschen waren im vergangenen Jahr zu regelmäßigen Protesten gegen Sperrungen und Pläne zur Einführung von Impfpflichten demonstriert, was die soziale Kluft in Bezug auf Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit deutlich machte, die viele Länder erlebt haben.

Doch der Tod des Arztes – der laut der österreichischen Ärztekammer einen breiteren Trend von Drohungen gegen medizinisches Personal widerspiegelt – schockierte das Land.

„Hass gegen Menschen ist unentschuldbar. Dieser Hass muss endlich aufhören“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch.

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