Afghanistan
US-Schrotte planen, Militärstützpunkte in Südkorea und Japan für afghanische Flüchtlinge zu nutzen – Quellen
US-Soldaten leisten Hilfe bei einer Evakuierung am Hamid Karzai International Airport, Afghanistan, 22. August 2021. Bild aufgenommen am 22. August. US Marine Corps/Stab Sgt. Victor Mancilla/Handout über REUTERS
Die Vereinigten Staaten haben sich gegen die Idee entschieden, ihre größten ausländischen Militärstützpunkte in Südkorea und Japan zur vorübergehenden Unterbringung afghanischer Flüchtlinge zu nutzen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber Reuters. schreibt Hyonhee Shin.
US-Beamte „scheinen bessere Standorte gefunden zu haben und beschlossen, beide Länder aus logistischen und geografischen Gründen sowie aus anderen Gründen von der Liste zu streichen“, sagte eine der Quellen, die aufgrund der Brisanz des Themas anonym bleiben wollte.
Die südkoreanische Regierung habe positiv reagiert, als die Vereinigten Staaten die Idee erstmals vorbrachten, fügte die Quelle hinzu. Mehr Infos
Das US-Außenministerium reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Südkorea arbeite außerdem mit den Vereinigten Staaten zusammen, um etwa 400 Afghanen, die mit südkoreanischen Truppen und Hilfskräften zusammengearbeitet hatten, zu evakuieren und nach Seoul zu bringen, sagten die Quellen.
Bei den meisten Afghanen handelt es sich um medizinisches Personal, Ingenieure, Übersetzer und andere, die zwischen 2001 und 2014 dort stationierte südkoreanische Truppen unterstützt oder von 2010 bis 14 an einer Wiederaufbaumission mit medizinischer und beruflicher Ausbildung teilgenommen haben.
„Trotz einiger Widerstände im Inland gegen die Aufnahme von Flüchtlingen haben uns diese Menschen geholfen. Angesichts der humanitären Bedenken und des Vertrauens der internationalen Gemeinschaft ist dies eine Notwendigkeit“, sagte eine der Quellen.
Die Pläne, sie nach Seoul zu bringen, waren aufgrund der instabilen Lage in Kabul mit vielen Unsicherheiten behaftet. Tausende Menschen strömten zum Flughafen und versuchten verzweifelt zu fliehen, nachdem die Taliban am 15. August die afghanische Hauptstadt eingenommen hatten.
Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten bemühen sich darum, die Evakuierung aller Ausländer und gefährdeten Afghanen vor Ablauf einer mit den Taliban vereinbarten Frist am 31. August abzuschließen. Mehr Infos
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