Kasachstan
Erklärung des Außenministeriums der Republik Kasachstan
Das Außenministerium der Republik Kasachstan verurteilt aufs Schärfste die Angriffe unbemannter Luftfahrzeuge (UAV) am 17. und 19. Juli 2026 auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer, die im Rahmen des legitimen kommerziellen Öltransports durch die Infrastruktur des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) tätig waren.
„Wir betrachten solche Angriffe als einen inakzeptablen Eingriff in die wirtschaftlichen Interessen der Republik Kasachstan sowie als vorsätzliche Handlungen, die darauf abzielen, den rechtmäßigen internationalen Handel und die globalen Energiemärkte zu destabilisieren und die Sicherheit der globalen Transport- und Logistiklieferketten zu untergraben.“
„Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass der zuvor von allen beteiligten Parteien vereinbarte Mechanismus zum Informationsaustausch über zivile Schiffe, die in die Gewässer des Schwarzen Meeres einlaufen, um an den CPC-Terminals Öl zu laden, bewusst missachtet wurde, wodurch das Leben und die Sicherheit der Besatzungen an Bord dieser Schiffe gefährdet wurden.“
„Kasachstan fordert ein sofortiges Ende dieser Angriffe und die Verabschiedung umfassender Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der für den Export kasachischer Kohlenwasserstoffe genutzten Infrastruktur.“
„Wir fordern unsere Partnerländer nachdrücklich auf, diese Angriffe unmissverständlich zu verurteilen und alle Beteiligten zur Entwicklung praktischer Maßnahmen aufzufordern. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur die strikte Einhaltung des Völkerrechts ein erneutes Auftreten solcher Vorfälle verhindern kann.“
„Die Republik Kasachstan führt derzeit eine umfassende Schadensbewertung durch. Nach Abschluss dieser Bewertung behält sich Kasachstan alle nach internationalem Recht verfügbaren Rechte zur Wahrung seiner legitimen Interessen vor, einschließlich der Geltendmachung eines vollständigen Schadensersatzes.“
„Die Republik Kasachstan betont, dass es keine Alternative zur friedlichen Beilegung von Konflikten gibt und bekräftigt ihr Bekenntnis zu den Grundsätzen des Völkerrechts, der Freiheit der Schifffahrt und der Gewährleistung des zuverlässigen Funktionierens internationaler Transport-, Logistik- und Energierouten.“
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