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Russland: Versammlungs- und Meinungsfreiheit der Zeugen Jehovas eingeschränkt

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RUSSLAND_(f)_0708_-_Nazionalisti_ortdossiIn Krymsk lösten Polizisten einen Kongress der Zeugen Jehovas auf. Die mit ihnen gekommenen Kosaken schalteten den Strom im Stadion ab, in dem die Veranstaltung stattfand, und bewarfen die Gläubigen anschließend mit Steinen.

Am 21. Juli wurde berichtet, dass in Krymsk Polizisten und Kosaken einen dreitägigen Kongress der Zeugen Jehovas gestört hätten. Die Veranstaltung fand vom 10. bis 12. Juli im Stadion von Krymsk statt. Zu den Teilnehmern gehörten Gläubige aus Krymsk, Anapa, Gelendschik und Noworossijsk.

Mitglieder der Gesellschaft schilderten, wie „am Morgen des zweiten Tages, des 11. Juli, Zeugen, die zum Gottesdienst kamen, rund um das Stadion Fremde sahen, die sich als Polizeibeamte und Vertreter des Kosakentums herausstellten. Letztere verhielten sich äußerst aggressiv und forderten, dass der Gottesdienst beendet wird. Sie übten Druck auf den Direktor des Komplexes aus. Bald darauf schalteten Unbekannte den Strom im Komplex ab. Obwohl die Gläubigen durch eine so grobe Störung des Gottesdienstes beleidigt waren, blieben alle ruhig an ihren Plätzen. Nach 45 Minuten wurden Generatoren geliefert und der Gottesdienst konnte fortgesetzt werden. Leider begannen aggressiv gesinnte Personen, Steine ​​und Ziegel auf das Gelände des Komplexes zu werfen, was eine Gefahr für die Gesundheit der Gläubigen darstellte. Gleichzeitig setzten die Polizei und andere Polizeibeamte diesen Aktionen kein Ende. Stattdessen übten unbekannte einflussreiche Personen weiterhin Druck auf die Verwaltung des Komplexes aus und forderten, den Gottesdienst zu beenden. Am Ende wurde die Versammlung aufgelöst und die Gläubigen waren gezwungen, nach Hause zu gehen, ohne den Gottesdienst zu beenden, da der geplante dritte Gottesdiensttag nicht stattfinden konnte.“

Die Zeugen Jehovas sind der Meinung, dass die Aktionen der Polizei und der Kosaken ihr Recht auf freie Religionsausübung verletzt haben. Ihrer Meinung nach „schürte die örtliche Staatsanwaltschaft, um die illegalen Handlungen ihrer Kollegen bei der Störung des Gottesdienstes zu rechtfertigen, die Illusion einer Art Vormarsch“. Tatsächlich hieß es auf der Website der Staatsanwaltschaft, dass „der Gottesdienst für jedermann zugänglich war und in Form einer Massenversammlung von mehr als 1,500 Bürgern auf dem Gelände der Sportanlage abgehalten wurde, begleitet von der Bewegung der Menschen entlang einer vorher geplanten Route“ und daher mit einer Benachrichtigung der Behörden hätte stattfinden müssen.

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