Kriege
Debate: Sollte Palästina als Staat anerkannt zu werden?
Schweden hat kürzlich als jüngstes EU-Land Palästina als Staat anerkannt. Heute (27. November) nach 15 Uhr MEZ werden die Abgeordneten eine Debatte über die Anerkennung der Staatlichkeit Palästinas führen. Würde ein solcher Schritt dazu beitragen, die Gewalt in der Region zu entschärfen? Martina Anderson (GUE / NGL, UK), Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen zum Palästinensischen Legislativrat, und Fulvio Martusciello (EVP, Italien), Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu Israel, diskutierten die Fragen.
Die Gewalt in Israel und Palästina scheint wieder zu eskalieren. Wie können die EU und das Parlament dazu beitragen, etwas zu bewirken?
Martina Anderson: Die EU kann etwas bewirken, indem sie ihren eigenen Verpflichtungen nachkommt und ihr Assoziierungsabkommen mit Israel aufgrund der fortgesetzten Verletzung der Menschenrechte gemäß Artikel 2 aussetzt. Darüber hinaus könnte das EP den Staat Palästina anerkennen, der eine Anstoß für sinnvolle Gespräche zu einer Zwei-Staaten-Lösung zwischen zwei Staaten.
Fulvio Martusciello: Das Europäische Parlament muss jede Episode von Gewalt laut und einstimmig verurteilen und alles Notwendige tun, um diese abwärts gerichtete Spirale der Gewalt umzukehren.
Was ist notwendig, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen?
Martina Anderson: Die Realisierbarkeit einer Zweistaatenlösung wurde durch die israelische Besatzung kontinuierlich untergraben, selbst als Israel durch Verhandlungen auf eine solche Lösung hinarbeiten sollte. So kann es nicht weitergehen. Die Anerkennung des palästinensischen Staates sollte nicht nur als Ergebnis von Verhandlungen betrachtet werden, sondern als Grundlage für ernsthafte Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung.
Fulvio Martusciello: Die Europäische Union muss diplomatisches Engagement zeigen, um den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina zu fördern und zu verwirklichen. Ihre Bemühungen sollten darauf ausgerichtet sein, den Dialog zu fördern und übereilte Entscheidungen und anti-moderate Positionen zu vermeiden.
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