Hilfe
Syrienkrise: Der Besuch von Kommissar Georgieva bei Flüchtlingen im Irak markiert den dritten tragischen Jahrestag
Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion Kommissarin Kristalina Georgieva ist im Norden des Irak, um mit den kurdischen irakischen Behörden, den humanitären Partnern der EU und vor allem mit syrischen Flüchtlingen zusammenzutreffen, die vor dem Konflikt in ihrem Land geflohen sind. Ihr Besuch unterstreicht die feste Entschlossenheit der Europäischen Union, ihre Hilfe für die Schwächsten und für die Gastländer, die Millionen Opfer eines Konflikts, der sich diese Woche zum dritten Mal jährt, großzügig aufnehmen, aufrechtzuerhalten.
Der Kommissar erklärte: „Seit Beginn dieses schrecklichen Konflikts sind mehr als 2.5 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus Syrien geflohen. 230,000 von ihnen finden derzeit im Irak Zuflucht. Das Land hat seine eigenen Probleme, aber trotzdem steht es schutzlosen Syrern, die vor ihrer eigenen Hölle fliehen, offen. Europa hat stets seine Solidarität mit den im eigenen Land vertriebenen Irakern gezeigt, aber auch Hilfe bei der Bewältigung des stetig wachsenden Flüchtlingsstroms aus Syrien geleistet. Ich nutze meinen Besuch hier, um ein Ende der Gewalt in der Region, uneingeschränkten Zugang für Hilfsbedürftige, die Achtung des humanitären Völkerrechts und – am wichtigsten – eine nachhaltige politische Lösung der Krise zu fordern.
Ich appelliere außerdem an alle großzügigen Aufnahmeländer, ihre Grenzen offen zu halten. Um eine weitere Massenflucht in die Nachbarländer zu verhindern, muss der Zugang zu den Bedürftigen in Syrien verbessert werden. Deshalb sind konkrete Fortschritte bei der Umsetzung der Resolution des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Lage in Syrien unerlässlich. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Tragödie aufgrund anderer Krisen in der politischen Vergessenheit gerät. An diesem dritten und beschämenden Jahrestag des Syrien-Konflikts wünsche ich mir von Herzen, dass es keinen vierten geben möge.
Seit Beginn des Konflikts hat die Europäische Kommission 21 Mio. EUR bereitgestellt, um über 225,000 Syrer, überwiegend kurdischer Herkunft, zu unterstützen, die vor der Gewalt in Syrien in die kurdische Region des Irak geflohen sind. Etwa 30 % sind in Lagern untergebracht, von denen Domiz das mit Abstand größte ist. Die restlichen 70 % leben in städtischen Gebieten der drei kurdischen Gouvernements, oft unter sehr schwierigen Bedingungen. Die über das Hauptamt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Kommission (ECHO) bereitgestellten Mittel ermöglichten Hilfeleistungen wie Registrierung, Schutz, Unterkunft, Wasser- und Sanitärversorgung, Nahrungsmittel und weitere Güter für die Schwächsten. Die über die humanitären Partner bereitgestellte Hilfe kam dem Lager Domiz im Gouvernement Dohuk sowie den Flüchtlingen in den Städten zugute.
Darüber hinaus hat ECHO im Rahmen der Initiative „Kinder des Friedens“, die mit dem Preisgeld des Friedensnobelpreises der Europäischen Union in 2012 dotiert ist, zwei spezifische Projekte zur Grundbildung für Flüchtlingskinder gestartet, eines in 2013 und eines in 2014.
Die Europäische Kommission leistet humanitäre Hilfe über ihre Partner, zu denen UN-Agenturen, internationale Organisationen wie das Rote Kreuz/der Rote Halbmond sowie internationale Nichtregierungsorganisationen gehören. Dabei achtet sie in vollem Umfang die humanitären Grundsätze der Menschlichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit.
Mehr Infos
Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission
Auf Arabisch
Website von Kommissar Georgieva
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