Kinderfürsorge
Rechtes Bündnis stimmt gegen Kinderarmutsfonds
Das Europäische Parlament hat einen schweren Rückschlag im Kampf gegen Kinderarmut erlebt. Bei der Abstimmung über die Stellungnahme des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) zum Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) nach 2027 schlossen sich die EVP-Fraktion und die extreme Rechte zusammen und setzten die Forderung durch, im kommenden Haushaltsjahr mindestens 20 Milliarden Euro für die Kindergarantie bereitzustellen.
Der ESF+ ist ein wichtiges Instrument zur Förderung von Beschäftigung, Bildung und sozialer Inklusion in Europa. Die Kindergarantie verpflichtet alle Mitgliedstaaten, einen angemessenen Betrag der ESF+-Mittel zur Bekämpfung der Kinderarmut bereitzustellen. Mitgliedstaaten mit einer über dem EU-Durchschnitt liegenden Kinderarmut müssen mindestens 5 % ihrer ESF+-Mittel für die Bekämpfung dieser Armut einsetzen.
In früheren Verhandlungen gelang es der Linken, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, den Grünen/EFA und Renew, diese wichtige Finanzierung im Text zu belassen. Bei der Plenarabstimmung verbündete sich die EVP jedoch mit der extremen Rechten, um diese Verpflichtung zu unterdrücken. Damit wird die Unterstützung für Millionen von Kindern in prekären Situationen gefährdet. Derzeit wächst jedes vierte Kind in Europa mit Armutsrisiko auf.
Die Linksfraktion im Europäischen Parlament verurteilt diesen direkten Angriff auf soziale Rechte. Er erfolgt, während die Europäische Kommission und konservative Kräfte ihre bisherigen Verpflichtungen zu sozialen und klimapolitischen Maßnahmen zugunsten von Verteidigungsausgaben und Aufrüstung zurückschrauben. Während das rechte Bündnis begeistert 800 Milliarden Euro für die Rüstungsindustrie ausgibt, ist es alarmierend, dass es sich nicht dazu durchringen kann, 20 Milliarden Euro für die Bedürftigsten in Europa auszugeben.
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